{"id":83,"date":"2026-04-25T16:00:29","date_gmt":"2026-04-25T14:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.miet24.de\/blog\/?p=83"},"modified":"2026-05-16T16:46:14","modified_gmt":"2026-05-16T14:46:14","slug":"mieten-oder-kaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miet24.de\/blog\/mieten-oder-kaufen\/","title":{"rendered":"Mieten oder kaufen: Eine n\u00fcchterne Entscheidungshilfe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mieten oder kaufen<\/strong> ist keine Glaubensfrage, sondern eine Rechenaufgabe mit klaren Regeln. Die Antwort h\u00e4ngt davon ab, wie oft Sie das Gut nutzen, wie lange Ihre Planung stabil ist und wie viel Flexibilit\u00e4t Sie brauchen. In diesem Artikel schauen wir uns die Entscheidung f\u00fcr vier typische Bereiche an: Auto, Baumaschine, Eventausstattung und Wohnmobil.<\/p>\n<p>Die Grundlogik ist \u00fcberall identisch. Es gibt eine Break-even-Nutzungsdauer, ab der Kauf g\u00fcnstiger wird als Miete. Darunter ist Miete die \u00f6konomisch bessere Wahl, dar\u00fcber Kauf. Die konkreten Schwellenwerte unterscheiden sich aber deutlich zwischen den Kategorien.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> Dieser Artikel dient ausschlie\u00dflich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. F\u00fcr eine verbindliche Einsch\u00e4tzung wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt, Steuerberater oder Ihre Versicherung.<\/p>\n<h2>Die drei Faktoren, die die Entscheidung bestimmen<\/h2>\n<p>Vor der Kalkulation steht die ehrliche Selbsteinsch\u00e4tzung. Drei Fragen bringen Sie zur richtigen Antwort.<\/p>\n<p><strong>Wie oft nutzen Sie das Gut tats\u00e4chlich?<\/strong> Nicht wie oft Sie denken, dass Sie es nutzen werden. F\u00fchren Sie eine Woche lang ein grobes Nutzungsprotokoll f\u00fcr bestehende Ger\u00e4te oder recherchieren Sie typische Nutzungsmuster f\u00fcr Neuanschaffungen. Die Diskrepanz zwischen geplanter und tats\u00e4chlicher Nutzung ist bei vielen Anschaffungen erheblich.<\/p>\n<p><strong>Wie stabil ist Ihre Lebens- oder Gesch\u00e4ftssituation?<\/strong> Kauf lohnt sich vor allem bei Planungshorizonten von f\u00fcnf Jahren und mehr. Wer wei\u00df, dass er in zwei Jahren das Unternehmen verkauft oder die Stadt wechselt, sollte selbst bei intensiver Nutzung rechnen, ob Kauf wirklich g\u00fcnstiger kommt.<\/p>\n<p><strong>Wie wichtig ist Flexibilit\u00e4t?<\/strong> Mieten erlaubt den Wechsel: n\u00e4chste Gr\u00f6\u00dfe, n\u00e4chstes Modell, andere Ausstattung. Kauf fixiert Sie auf den aktuellen Stand. Bei Technologien mit schneller Entwicklung (Elektroautos, bestimmte Baumaschinen mit neuen Umweltstandards) kann das entscheidend sein.<\/p>\n<h2>Auto: mieten, leasen oder kaufen<\/h2>\n<p>Beim Auto gibt es drei Varianten statt zwei: Kaufen, Leasen oder Mieten (Langzeitmiete, Auto-Abo). Die Break-even-Rechnung ist entsprechend komplexer.<\/p>\n<p><strong>Kauf<\/strong> lohnt sich typischerweise ab einer geplanten Nutzungsdauer von vier Jahren und mehr, vorausgesetzt die j\u00e4hrliche Laufleistung liegt \u00fcber 15.000 Kilometern. Bei sorgf\u00e4ltiger Pflege und langem Fahrzyklus amortisieren sich die h\u00f6heren Anschaffungskosten gegen\u00fcber Leasing.<\/p>\n<p><strong>Leasing<\/strong> ist der Mittelweg f\u00fcr Gewerbekunden mit stabilem Fahrzeugbedarf und Privatkunden, die alle drei bis vier Jahre ein neues Auto fahren m\u00f6chten. Die Rate ist niedriger als Langzeitmiete, aber \u00fcber Vollkasko, Wartung und Reifen entstehen Zusatzkosten.<\/p>\n<p><strong>Langzeitmiete oder Auto-Abo<\/strong> ist die Wahl, wenn Planungsunsicherheit besteht oder die Nutzungsdauer unter zwei Jahren liegt. All-inclusive-Rate statt mehrerer Einzelposten, kurze K\u00fcndigungsfristen, keine Anzahlung.<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft das: Wer t\u00e4glich 30 Kilometer zur Arbeit pendelt, sieben Jahre am gleichen Ort bleibt und kein Problem mit \u00e4lterer Fahrzeugtechnik hat, f\u00e4hrt mit Kauf am g\u00fcnstigsten. Wer alle zwei bis drei Jahre ein neues Auto will, f\u00e4hrt mit Leasing besser. Wer sich nicht festlegen kann, w\u00e4hlt Langzeitmiete.<\/p>\n<p>Wer die Details zwischen Leasing und Langzeitmiete abw\u00e4gt, findet <a href=\"\/blog\/langzeitmiete-vs-leasing\">in unserem Vergleich beider Modelle<\/a> die pr\u00e4zisen Kostenunterschiede.<\/p>\n<h2>Baumaschine: kaufen bei Dauerbetrieb, mieten bei Einzelprojekten<\/h2>\n<p>Bei Baumaschinen ist die Break-even-Schwelle gut dokumentiert. F\u00fcr einen 1,8-Tonnen-Minibagger mit einem Kaufpreis von 22.000 Euro und Tagesmiete von 120 Euro liegt der rechnerische Break-even bei rund 180 Einsatztagen bei identischem Modell.<\/p>\n<p>In der Praxis m\u00fcssen aber Zusatzkosten des Kaufs ber\u00fccksichtigt werden: Lagerung, Wartung, Versicherung, Transport zwischen Baustellen, Wertverlust und gebundenes Kapital. Diese Posten bringen den realistischen Break-even auf 250 bis 300 Einsatztage.<\/p>\n<p>Der Reihe nach: F\u00fcr einen privaten Heimwerker, der \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum einen Pool anlegt, einen Keller ausgr\u00e4bt und den Garten umgestaltet, landen wir realistisch bei 10 bis 20 Einsatztagen. Kauf eines Minibaggers w\u00e4re hier unwirtschaftlich.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen kleinen Landschaftsbaubetrieb mit drei Baustellen gleichzeitig und 200+ Einsatztagen pro Jahr ist Kauf fast immer g\u00fcnstiger. Bei professioneller Nutzung kommen zudem steuerliche Abschreibungsm\u00f6glichkeiten ins Spiel, die den Vergleich zu Gunsten des Kaufs verschieben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine weitere Option: Leasing f\u00fcr Baumaschinen existiert ebenfalls, ist aber im Heimwerker-Segment selten. F\u00fcr mittelst\u00e4ndische Bauunternehmen mit konstantem Ger\u00e4tebedarf kann es eine Alternative zum Direktkauf sein, \u00e4hnlich wie beim Firmenwagen.<\/p>\n<h2>Eventausstattung: meist eindeutig mieten<\/h2>\n<p>F\u00fcr private Einzelveranstaltungen wie Hochzeiten, runde Geburtstage oder Firmenjubil\u00e4en ist die Rechnung meist eindeutig: mieten.<\/p>\n<p>Ein 6&#215;12-Meter-Partyzelt kostet im Kauf 3.500 bis 6.000 Euro. Die Wochenendmiete liegt bei 280 bis 450 Euro. Selbst bei zehn Eins\u00e4tzen pro Jahr dauert der rechnerische Break-even \u00fcber zwei Jahre. Praktisch gibt es aber noch drei weitere Faktoren gegen den Kauf.<\/p>\n<p>Seien wir ehrlich: Lagerung braucht ein trockenes Au\u00dfenlager mit mindestens vier Quadratmetern. Instandhaltung (Gest\u00e4nge, Planen, Verzurrseile) schl\u00e4gt mit 100 bis 300 Euro pro Jahr zu Buche. Transport zum Einsatzort erfordert Anh\u00e4nger und passenden F\u00fchrerschein. Und die technische Entwicklung ist langsam, aber ein zehn Jahre altes Partyzelt wirkt bei Hochzeitsfotos schnell abgenutzt.<\/p>\n<p>Ausnahme sind Betriebe und Vereine mit regelm\u00e4\u00dfigem Eigenbedarf, etwa Sportvereine mit j\u00e4hrlichen Turnieren, Kirchgemeinden mit mehreren Gemeindefesten oder Caterer mit festem Eventgesch\u00e4ft. Hier amortisiert sich der Kauf \u00fcber f\u00fcnf bis sieben Jahre.<\/p>\n<p>Wer die Planung einer konkreten Feier angeht, findet in unserem <a href=\"\/blog\/partyzelt-mieten\">Ratgeber zum Partyzelt-Mieten<\/a> die \u00fcblichen Gr\u00f6\u00dfen, Preise und Fallstricke.<\/p>\n<h2>Wohnmobil: der Urlaub entscheidet<\/h2>\n<p>Wohnmobile sind der Bereich, in dem die meisten Fehlentscheidungen gef\u00e4llt werden. Der romantische Gedanke &#8220;eigenes Wohnmobil f\u00fcr spontane Urlaube&#8221; f\u00fchrt oft zu hohen Fixkosten bei geringer tats\u00e4chlicher Nutzung.<\/p>\n<p>Ein gebrauchtes Wohnmobil mittlerer Klasse kostet 30.000 bis 60.000 Euro im Kauf. Dazu kommen j\u00e4hrlich: Versicherung (500 bis 1.500 Euro), Kfz-Steuer (200 bis 400 Euro), Wartung (600 bis 1.200 Euro), Stellplatzmiete wenn kein eigenes Grundst\u00fcck (500 bis 1.500 Euro), T\u00dcV-Ersatzteile (im Schnitt 400 Euro). Fixkosten ohne eine einzige Fahrt: rund 2.200 bis 5.000 Euro pro Jahr.<\/p>\n<p>Die Miete eines vergleichbaren Wohnmobils kostet in der Hauptsaison 120 bis 180 Euro pro Tag, in der Nebensaison 70 bis 120 Euro. F\u00fcr zwei Wochen Sommerurlaub und eine Woche Herbstferien rechnen Sie mit 2.500 bis 4.000 Euro Gesamtmiete.<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft das: Wer weniger als vier Wochen pro Jahr reist, zahlt beim Kauf allein die Fixkosten ungef\u00e4hr doppelt, ohne dass ein einziger Kilometer zur\u00fcckgelegt wurde. Break-even beim Wohnmobilkauf liegt in der Regel bei sieben bis zw\u00f6lf Wochen Jahresnutzung.<\/p>\n<p>Ausnahme: Rentnerpaare, die monatelang unterwegs sind, und Digitalnomaden mit Wohnmobil als Hauptwohnsitz. F\u00fcr diese Gruppen amortisiert sich der Kauf meist im dritten Jahr.<\/p>\n<h2>Steuerliche Aspekte f\u00fcr Gewerbekunden<\/h2>\n<p>Die steuerliche Behandlung ist ein zentraler Faktor bei gewerblicher Nutzung. Hier werden die Rechnungen oft verzerrt zugunsten einer Variante.<\/p>\n<p><strong>Mietkosten<\/strong> sind als Betriebsausgabe im Zahlungsjahr vollst\u00e4ndig absetzbar. Keine Abschreibungsverteilung, keine Aktivierung in der Bilanz. F\u00fcr Selbst\u00e4ndige mit schwankenden Einnahmen kann das ein Planungsvorteil sein.<\/p>\n<p><strong>Kaufen und Abschreiben<\/strong> verteilt die Anschaffungskosten \u00fcber die gew\u00f6hnliche Nutzungsdauer gem\u00e4\u00df AfA-Tabelle. Bei einem Minibagger sind das acht Jahre, bei einem Pkw sechs Jahre, bei einem Lkw neun Jahre. Der Vorteil: Das Ger\u00e4t bleibt langfristig Betriebsverm\u00f6gen mit Wiederverkaufswert.<\/p>\n<p><strong>Leasing<\/strong> wird steuerlich als Mietvorgang behandelt, solange es sich um echtes Operating-Leasing handelt und der Leasinggeber wirtschaftlicher Eigent\u00fcmer bleibt. Dann sind die monatlichen Raten voll als Betriebsausgabe absetzbar.<\/p>\n<p>Wichtig zu wissen: Die konkrete steuerliche Behandlung h\u00e4ngt immer von der Vertragsgestaltung und Ihrer pers\u00f6nlichen Unternehmenssituation ab. F\u00fcr verbindliche Einsch\u00e4tzungen konsultieren Sie Ihren Steuerberater.<\/p>\n<h2>Gebraucht kaufen: oft die beste Mittell\u00f6sung<\/h2>\n<p>Wer sich zwischen Mieten und Neukauf entscheiden muss, l\u00e4sst gebrauchte Alternativen h\u00e4ufig au\u00dfen vor. F\u00fcr Auto, Baumaschine und Wohnmobil ist der Gebrauchtmarkt in Deutschland gro\u00df und gut organisiert.<\/p>\n<p><strong>Gebrauchte Autos<\/strong> bieten den gr\u00f6\u00dften Sweet Spot zwischen Neukauf und Miete. Ein drei Jahre alter Pkw hat die steilste Wertverlustkurve bereits hinter sich. Wer zwei bis drei Jahre alte Fahrzeuge mit nachweisbarer Historie kauft, zahlt oft nur 55 bis 65 Prozent des Neupreises, bei quasi unver\u00e4nderter Restnutzungsdauer.<\/p>\n<p><strong>Gebrauchte Baumaschinen<\/strong> werden von H\u00e4ndlern mit Gew\u00e4hrleistung angeboten. F\u00fcr Betriebe mit konstantem Bedarf ist das oft die wirtschaftlichste Variante: 40 bis 60 Prozent Ersparnis gegen\u00fcber Neukauf bei sachgem\u00e4\u00dfer Pflege.<\/p>\n<p><strong>Gebrauchte Wohnmobile<\/strong> halten sich wertstabiler als viele erwarten. Ein f\u00fcnf Jahre altes Modell einer g\u00e4ngigen Marke verliert in den folgenden f\u00fcnf Jahren oft nur weitere 20 bis 25 Prozent. Wer das Wohnmobil l\u00e4nger als sechs Jahre nutzt und beim Kauf auf klassische Mittelklasse-Modelle setzt, kann mit \u00fcberschaubarem Abschreibungsrisiko kalkulieren.<\/p>\n<p>Das Gebrauchtsegment macht die Break-even-Schwellen f\u00fcr den Kauf deutlich niedriger. Was beim Neuwagen erst nach sieben Jahren wirtschaftlich war, kann beim Dreijahres-Jahreswagen schon nach vier Jahren die g\u00fcnstigere Variante sein.<\/p>\n<h2>Mieten und Kauf kombinieren<\/h2>\n<p>Eine oft \u00fcbersehene Option ist die Kombination beider Modelle. Sie lohnt sich besonders bei saisonaler oder projektbezogener Nutzung.<\/p>\n<p><strong>Kernausstattung kaufen, Spitzenbedarf mieten.<\/strong> Ein Landschaftsbauer kauft einen 1,8-Tonnen-Minibagger f\u00fcr das Grundgesch\u00e4ft und mietet f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Projekte zus\u00e4tzlich einen 3-Tonner. Die Fixkosten bleiben \u00fcberschaubar, die Leistungsreserve ist planbar.<\/p>\n<p><strong>Alltag kaufen, Urlaub mieten.<\/strong> Wer f\u00fcr den Alltag einen zuverl\u00e4ssigen Kleinwagen f\u00e4hrt und zweimal im Jahr ein gr\u00f6\u00dferes Fahrzeug f\u00fcr Familienurlaub braucht, kombiniert g\u00fcnstigen Eigenwagen mit kurzfristiger Miete. Deutlich g\u00fcnstiger als ein permanenter Mittelklasse-Wagen.<\/p>\n<p><strong>Standardveranstaltung kaufen, Gro\u00dfevent mieten.<\/strong> Ein Verein mit drei Jahresveranstaltungen kauft ein 6&#215;8-Meter-Zelt und mietet f\u00fcr das j\u00e4hrliche Sommerfest ein 10&#215;20-Meter-Zelt zus\u00e4tzlich. Kombiniert l\u00e4uft das g\u00fcnstiger als ein gro\u00dfes Zelt das ganze Jahr vorzuhalten.<\/p>\n<p>Diese Kombination erfordert etwas mehr Planung, ist aber bei ehrlicher Bedarfsanalyse fast immer wirtschaftlicher als eine strikte Entweder-oder-Entscheidung. Der zentrale Gedanke: Teilen Sie Ihren Bedarf in regelm\u00e4\u00dfige Grundlast und punktuelle Spitzenlast auf, und w\u00e4hlen Sie f\u00fcr jeden Anteil das passende Modell.<\/p>\n<h2>Die h\u00e4ufigsten Denkfehler bei der Entscheidung<\/h2>\n<p>Drei Muster begegnen uns regelm\u00e4\u00dfig, die zu suboptimalen Entscheidungen f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Ich will das Ding mir geh\u00f6ren lassen.&#8221;<\/strong> Dieser Besitzdrang ist emotional verst\u00e4ndlich, aber wirtschaftlich oft teuer. Ein gekauftes Wohnmobil im Carport vermittelt nicht das gleiche Gef\u00fchl, wenn die Fixkosten trotzdem laufen. Rechnen Sie die Kosten ehrlich durch, bevor Sie kaufen.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Beim Kauf habe ich am Ende etwas.&#8221;<\/strong> Theoretisch ja, praktisch mit erheblichem Wertverlust. Ein Pkw verliert in den ersten vier Jahren 50 bis 60 Prozent seines Wertes. Eine Baumaschine je nach Pflege 30 bis 50 Prozent. Der Restwert ist also kein geschenkter Bonus, sondern das, was vom Kaufpreis \u00fcbrigbleibt.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Miete ist rausgeworfenes Geld.&#8221;<\/strong> Nur, wenn man sie gegen nichts rechnet. Miete schlie\u00dft Versicherung, Wartung und Risiko ein. Der Vergleich m\u00fcsste gegen &#8220;Kaufpreis plus alle Nebenkosten plus Wertverlust&#8221; stehen. Dann ist Miete oft das bessere Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<h2>Faustformeln f\u00fcr die schnelle Entscheidung<\/h2>\n<p>Wer ohne Kalkulator eine erste Einsch\u00e4tzung braucht, kann sich an diesen Schwellenwerten orientieren.<\/p>\n<p><strong>Auto:<\/strong> Unter 12 Monaten Nutzung klar Langzeitmiete. 12 bis 36 Monate: Leasing oder Langzeitmiete. Ab 48 Monaten: Kauf oder Leasing mit Kaufoption.<\/p>\n<p><strong>Baumaschine:<\/strong> Unter 60 Tagen pro Jahr klar mieten. 60 bis 150 Tage: Einzelfallrechnung. \u00dcber 150 Tage: Kauf wahrscheinlich wirtschaftlicher.<\/p>\n<p><strong>Partyzelt:<\/strong> Unter 8 Eins\u00e4tzen pro Jahr mieten. 8 bis 20 Eins\u00e4tze: Rechnung lohnt sich. \u00dcber 20 Eins\u00e4tze bei eigenem Lager: Kauf m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Wohnmobil:<\/strong> Unter 4 Wochen pro Jahr mieten. 4 bis 10 Wochen: schwere Entscheidung, meist mieten. \u00dcber 10 Wochen: Kauf pr\u00fcfen.<\/p>\n<h2>FAQ: H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/h2>\n<p><strong>Gibt es steuerliche Unterschiede zwischen Miete und Kauf?<\/strong><br \/>\nJa. Miete ist im Zahlungsjahr voll als Betriebsausgabe absetzbar. Kauf wird \u00fcber die AfA-Tabelle abgeschrieben (meist 6 bis 9 Jahre). Welche Variante g\u00fcnstiger ist, h\u00e4ngt von Ihrer Unternehmenssituation und Ihrem Gewinn ab. Fragen Sie Ihren Steuerberater.<\/p>\n<p><strong>Was ist der Unterschied zwischen Leasing und Langzeitmiete?<\/strong><br \/>\nLeasing ist eine Finanzierungsform mit langer Laufzeit (24 bis 48 Monate) und eigener Versicherungspflicht. Langzeitmiete ist ein All-inclusive-Mietvertrag mit kurzen K\u00fcndigungsfristen und Versicherung, Wartung, Reifen enthalten.<\/p>\n<p><strong>Ist Mieten bei Inflation teurer als Kauf?<\/strong><br \/>\nNicht zwingend. Mieten passt sich laufend an aktuelle Marktpreise an, w\u00e4hrend Kauf Sie auf den Preis zum Anschaffungszeitpunkt festlegt. Bei steigenden Preisen kann Kauf von urspr\u00fcnglichen Bedingungen profitieren, bei fallenden Preisen sitzen Sie auf \u00fcberteuertem Bestand.<\/p>\n<p><strong>Kann ich bei Miete Eigentum am Ende der Laufzeit erwerben?<\/strong><br \/>\nBei Leasing oft m\u00f6glich (Kaufoption). Bei reiner Miete oder Langzeitmiete in der Regel nicht. Einige Anbieter haben hybride Modelle mit Mietkauf-Optionen, das ist aber die Ausnahme.<\/p>\n<p><strong>Was passiert bei Sch\u00e4den, die ich verursache?<\/strong><br \/>\nBei Miete greift die Versicherung mit Selbstbeteiligung. Grobe Fahrl\u00e4ssigkeit kann zu Haftungsanspr\u00fcchen f\u00fchren. Bei Kauf tragen Sie alle Reparaturkosten selbst. Eine saubere Kalkulation ber\u00fccksichtigt auch das Schadensrisiko.<\/p>\n<p><strong>Wo finde ich auf miet24.de passende Mietangebote?<\/strong><br \/>\nAuf miet24.de sind alle Rubriken nach Kategorie und Region filterbar. Egal ob Auto, Baumaschine, Partyzelt oder Wohnmobil. Sie finden f\u00fcr jede Miet-Kategorie spezialisierte Anbieter und k\u00f6nnen Konditionen direkt vergleichen.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Mieten oder kaufen<\/strong> l\u00e4sst sich in den meisten F\u00e4llen mit einer ehrlichen Break-even-Rechnung beantworten. Bei unsicherer Planung, seltenen Eins\u00e4tzen oder schnell ver\u00e4nderlichen Technologien ist Miete die wirtschaftlich klar bessere Wahl. Bei stabiler Nutzung \u00fcber viele Jahre bei hoher Auslastung ist Kauf g\u00fcnstiger. Egal was Sie mieten m\u00f6chten: auf <a href=\"\/\">miet24.de finden Sie passende Anbieter in Ihrer N\u00e4he<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mieten oder kaufen ist keine Glaubensfrage, sondern eine Rechenaufgabe mit klaren Regeln. Die Antwort h\u00e4ngt davon ab, wie oft Sie das Gut nutzen, wie lange Ihre Planung stabil ist und wie viel Flexibilit\u00e4t Sie brauchen. In diesem Artikel schauen wir uns die Entscheidung f\u00fcr vier typische Bereiche an: Auto, Baumaschine, Eventausstattung und Wohnmobil. 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