Blog Auto Abo mit Vollkasko: Diese Anbieter schließen Versicherung ein

Auto Abo mit Vollkasko: Diese Anbieter schließen Versicherung ein

Auto Abo mit Vollkasko: Diese Anbieter schließen Versicherung ein

Ein Blechschaden kostet schnell 1.500 bis 3.000 Euro. Wer ein Auto-Abo ohne Vollkasko abschließt, trägt dieses Risiko vollständig selbst. Auto Abo vollkasko inklusive ist deshalb eine der meistgesuchten Eigenschaften beim Vergleich von Langzeitmiete-Angeboten. Nur bedeutet “Vollkasko inklusive” nicht bei jedem Anbieter dasselbe, und die Unterschiede sind größer, als viele erwarten.

Die Antwort ist differenzierter, als die meisten Werbeaussagen vermuten lassen. Vollkasko ist nicht gleich Vollkasko. Selbstbeteiligungen und Ausschlüsse und unterschiedliche Deckungssummen können dazu führen, dass ein scheinbar umfassend versichertes Abo-Fahrzeug im Schadensfall trotzdem erhebliche Kosten verursacht. Worauf Sie dabei achten sollten, steht in den folgenden Abschnitten.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt, Steuerberater oder Ihre Versicherung.

Was Vollkasko beim Auto-Abo tatsächlich abdeckt

Vollkaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Fahrzeug ab, unabhängig davon, wer den Schaden verursacht hat. Die Teilkasko greift nur bei Diebstahl, Hagel, Brand, Wildunfällen und Elementarschäden. Die Vollkasko zahlt zusätzlich bei selbstverschuldeten Unfällen und bei Schäden durch Dritte, wenn diese nicht ermittelt werden können.

Konkret sind bei Vollkasko versichert: selbstverschuldete Unfallschäden, Vandalismusschäden (mit Einschränkungen je nach Versicherer), Glasbruch, Wildunfälle, Diebstahl und Einbruchdiebstahl sowie sämtliche Teilkasko-Schäden. Der eigentliche Unterschied zur Teilkasko sind also die selbstverschuldeten Schäden und der Vandalismus.

Nicht versichert, auch mit Vollkasko, sind in der Regel: normaler Verschleiß, Lackabnutzung durch Gebrauch, Reifenschäden durch den Fahrbetrieb, innere Motorschäden durch mangelnde Wartung sowie Schäden durch grobe Fahrlässigkeit in bestimmten Konstellationen. Was als grobe Fahrlässigkeit gilt, hängt von den Versicherungsbedingungen ab und wird im Streitfall oft erst vor Gericht geklärt.

Selbstbeteiligung: Der entscheidende Faktor beim Vergleich

Vollkasko inklusive bedeutet nicht, dass Sie im Schadensfall nichts zahlen. Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den Sie selbst tragen, bevor die Versicherung einspringt. Sie ist der wichtigste Vergleichspunkt zwischen verschiedenen Abo-Angeboten mit Vollkasko.

Bei Auto-Abo-Angeboten mit eingeschlossener Vollkasko liegt die Selbstbeteiligung typischerweise zwischen 500 und 2.500 Euro pro Schadensfall. Günstigere Tarife haben oft höhere Selbstbehalte. Premium-Angebote senken die Selbstbeteiligung, kosten aber mehr pro Monat. Der Grund ist einfach: Der Versicherer rechnet seine Risikoübernahme immer in die Prämie ein.

Was bedeutet das konkret? Bei einer Selbstbeteiligung von 1.500 Euro zahlen Sie bei einem Parkplatzdell-Schaden von 900 Euro alles selbst. Erst bei Schäden über 1.500 Euro leistet die Versicherung, und dann nur den Betrag über der Selbstbeteiligung. Ein Schaden von 2.000 Euro kostet Sie also immer noch 1.500 Euro aus eigener Tasche.

Kein Selbstbehalt ist selten. Angebote ohne Selbstbeteiligung sind entweder in der Monatsrate deutlich teurer oder haben andere Einschränkungen, die den Vorteil ausgleichen.

Drei Tarifstufen: Was Standard, Komfort und Premium unterscheidet

Die meisten Auto-Abo-Anbieter staffeln ihre Angebote in mindestens zwei, oft drei Versicherungsstufen. Wer diese Stufen kennt, kann Angebote korrekt vergleichen.

Basis oder Standard: Haftpflicht und Teilkasko inklusive. Selbstverschuldete Schäden tragen Sie vollständig selbst. Das ist die günstigste monatliche Rate, bietet aber das höchste finanzielle Risiko für den Mieter. Wer unerfahren fährt, selten Schäden verursacht oder das Fahrzeug überwiegend auf bekannten Strecken nutzt, kann damit kalkulieren.

Komfort oder Plus: Vollkasko inklusive, oft mit einer Selbstbeteiligung von 1.000 bis 1.500 Euro. Der monatliche Aufpreis gegenüber dem Basisangebot liegt typischerweise bei 50 bis 100 Euro. Das ist für die meisten Privatnutzer die empfohlene Stufe: voller Schutz bei überschaubarem Monatsmehraufwand.

Premium oder All-inclusive: Vollkasko mit deutlich reduzierter Selbstbeteiligung unter 500 Euro oder komplett ohne Selbstbehalt. Dazu kommen oft Pannenschutz, Ersatzfahrzeuggarantie bei Werkstattaufenthalt und weitere Services. Monatlicher Aufpreis gegenüber Basis: 100 bis 200 Euro. Für Vielfahrer und alle, die maximale Planungssicherheit wollen, ist das die passende Option.

Was Sie konkret vor Vertragsabschluss prüfen müssen

Wer ein Abo mit Vollkasko sucht, sollte diese Punkte aktiv beim Anbieter erfragen oder im Vertragswerk nachschlagen. Ein Angebot, das “Vollkasko inklusive” bewirbt, ohne diese Details zu erläutern, sollte Sie skeptisch machen.

Höhe der Selbstbeteiligung pro Schadensfall, und zwar getrennt für Vollkasko- und Teilkasko-Schäden. Manche Angebote nennen nur einen Wert, der sich aber auf bestimmte Schadensfälle beschränkt. Fragen Sie explizit nach dem maximalen Eigenrisiko pro Schadensereignis.

Ausschlüsse im Versicherungsschutz: Welche Schäden sind trotz Vollkasko nicht abgedeckt? Die häufigsten Ausschlüsse: Schäden durch grobe Fahrlässigkeit (zum Beispiel Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss), mutwillig herbeigeführte Schäden, Innenraumschäden durch Rauchen, Haustiere oder Lebensmittel sowie Schäden durch nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch des Fahrzeugs.

Glasbruch und Scheibenversicherung: Ist Scheibenbruch Teil der Vollkasko oder separat versichert? Windschutzscheibenschäden sind häufig und entstehen schnell durch Steinschlag. Der Ersatz kostet bei modernen Fahrzeugen mit integrierten Sensoren und Assistenzsystemen 300 bis 800 Euro.

Pannenschutz und Mobilitätsgarantie: Einige Angebote beinhalten Pannenschutz, Abschleppdienst und ein Ersatzfahrzeug bei Werkstattaufenthalt. Das ist besonders dann wertvoll, wenn Sie das Fahrzeug täglich für den Weg zur Arbeit benötigen.

Versicherungsträger und Regulierungspraxis: Wer der tatsächliche Versicherungsträger ist, spielt bei der Schadensregulierung eine praktische Rolle. Namhafte Versicherer haben etablierte Regulierungsprozesse. Fragen Sie, mit welcher Versicherungsgesellschaft der Anbieter zusammenarbeitet.

Vollkasko oder Teilkasko: Was passt zu welchem Nutzerprofil?

Die Entscheidung zwischen Basis- und Vollkasko-Tarif hängt von Ihrem persönlichen Risikoprofil ab.

Vollkasko empfiehlt sich bei: wenig Fahrerfahrung, häufigem Fahren in städtischen Gebieten mit engem Parkraum, Nutzung durch mehrere Fahrer in einer Familie, hohem Fahrzeugwert über 30.000 Euro Listenpreis sowie wenn Sie keinen Puffer für außerplanmäßige Ausgaben von mehreren Tausend Euro haben.

Teilkasko kann ausreichen bei: langjähriger Fahrpraxis ohne Schadenhistorie, ausschließlicher Nutzung auf bekannten Strecken mit wenig Stadtverkehr, niedrigem Fahrzeugwert sowie wenn Sie eine finanzielle Reserve für Selbstverschuldetes haben und lieber eine niedrigere Monatsrate zahlen.

Ein Beispiel macht das deutlicher: Ein erfahrener Fahrer mit 20 Jahren Schadenfreiheit, der ein Auto-Abo für Pendelstrecken und Wochenendfahrten nutzt, trägt statistisch ein sehr geringes Schadensrisiko. Für ihn kann der monatliche Vollkasko-Aufpreis von 80 Euro über zwei Jahre eine Prämie von 1.920 Euro bedeuten, die er möglicherweise nie einlöst. Für einen Stadtfahrer dagegen, der täglich einparkt und auf engen Straßen fährt, ist die Vollkasko eine sinnvolle Risikoabsicherung.

Was bei Rückgabe des Fahrzeugs gilt

Die Vollkasko beim Abo gilt während der gesamten Vertragslaufzeit. Bei Rückgabe prüft der Anbieter das Fahrzeug auf Schäden. Normale Gebrauchsspuren sind in der Regel kostenfrei und gelten als vertragsgemäßer Zustand.

Was als “normale Gebrauchsspur” gilt und was als berechenbarer Schaden, ist vertraglich definiert und unterscheidet sich je nach Anbieter. Typischerweise gelten kleine Kratzer bis zu einer bestimmten Größe, leichte Innenraumnutzungszeichen und normale Reifenabnutzung als akzeptiert. Tiefere Kratzer, Dellen, Risse in der Windschutzscheibe oder Schäden an Felgen werden häufig berechnet.

Praktischer Tipp: Machen Sie bei der Fahrzeugübernahme und bei der Rückgabe eigene Fotos und Videoaufnahmen des Fahrzeugzustands rund um das Fahrzeug, inklusive Unterboden-Aufnahmen wenn möglich. Dokumentieren Sie vorhandene Vorschäden schriftlich im Übergabeprotokoll, und lassen Sie das Protokoll von beiden Seiten unterschreiben.

Einen umfassenden Vergleich aktueller Auto-Abo-Angebote mit verschiedenen Versicherungsstufen finden Sie in unserem Auto-Abo-Vergleich auf miet24.de.

Vollkasko und die Gesamtkosten im Kontext

Wer die Kosten eines Auto-Abos mit Vollkasko mit einem Neukauf vergleicht, sollte die Versicherungskosten in der Gesamtrechnung berücksichtigen. Bei einem neu gekauften Mittelklassefahrzeug kostet Vollkaskoversicherung im Bundesdurchschnitt zwischen 800 und 1.800 Euro jährlich, abhängig von Schadenfreiheitsklasse, Region und Fahrzeugwert (GDV-Statistik, 2024). Das entspricht 67 bis 150 Euro monatlich.

Wer diese Kosten in den Vergleich einbezieht, stellt fest: Der monatliche Vollkasko-Aufpreis beim Abo von 50 bis 100 Euro ist für viele Fahrer geringer als die tatsächliche Prämie, die sie bei einer privaten Vollkaskoversicherung zahlen würden. Das gilt besonders für Fahrer mit mittlerer bis hoher Schadensfreiheitsklasse, die als Neukunde bei einem Abo-Anbieter vom Rahmenvertrag des Anbieters profitieren, ohne ihre eigene Schadenhistorie einzubringen.

Für Selbstständige und Unternehmer gilt zudem: Die gesamte Abo-Rate inklusive des Versicherungsanteils ist als Betriebsausgabe absetzbar. Details zur steuerlichen Behandlung finden Sie in unserem Ratgeber zur steuerlichen Absetzbarkeit des Auto-Abos.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Ist Vollkasko beim Auto-Abo standardmäßig enthalten?

Nein, nicht bei allen Anbietern und nicht in allen Tarifen. Viele Basisangebote enthalten nur Haftpflicht und Teilkasko. Vollkasko ist häufig ein optionales Upgrade oder in Premium-Paketen enthalten. Prüfen Sie den genauen Versicherungsumfang vor Vertragsabschluss und fragen Sie explizit nach der Höhe der Selbstbeteiligung.

Wie hoch ist die typische Selbstbeteiligung bei Vollkasko im Auto-Abo?

Typischerweise zwischen 500 und 2.500 Euro pro Schadensfall, je nach Tarif und Anbieter. Günstige Tarife haben höhere Selbstbehalte. Wer ein Angebot mit niedriger Selbstbeteiligung unter 500 Euro sucht, zahlt in der Regel einen monatlichen Aufpreis von 50 bis 100 Euro gegenüber dem Standardschutz.

Was passiert, wenn das Fahrzeug während des Abos gestohlen wird?

Bei Vollkasko ist Diebstahl in der Regel versichert. Voraussetzung ist, dass der Diebstahl unverzüglich der Polizei und dem Anbieter gemeldet wird, alle Fahrzeugschlüssel übergeben werden und keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Die vereinbarte Selbstbeteiligung gilt auch hier. Prüfen Sie die genauen Bedingungen im Versicherungsvertrag vor Abschluss.

Ist Vollkasko beim Auto-Abo günstiger als eine eigene Versicherung beim Kauf?

Für Fahrer mit geringer Schadensfreiheitsklasse oder in Regionen mit hohen Versicherungsprämien kann die Vollkasko im Abo-Paket günstiger sein als ein privater Abschluss. Wer bereits SF-Klasse 20 oder höher hat, findet beim eigenständigen Abschluss oft bessere individuelle Konditionen. Ein direkter Preisvergleich lohnt sich.

Welche Schäden sind trotz Vollkasko beim Auto-Abo nicht abgedeckt?

Häufige Ausschlüsse sind: Schäden durch grobe Fahrlässigkeit (zum Beispiel Fahren unter Alkoholeinfluss), mutwillige Schäden, Innenraumschäden durch Rauchen oder Haustiere, normaler Verschleiß sowie Reifenschäden durch den regulären Fahrbetrieb. Die genauen Ausschlüsse variieren je nach Versicherungsbedingungen des Anbieters.

Kann ich die Selbstbeteiligung beim Auto-Abo reduzieren?

Bei einigen Anbietern ist die Selbstbeteiligung durch ein Zusatzpaket oder einen höheren Monatsbeitrag reduzierbar. Fragen Sie explizit nach dieser Option vor Abschluss. Eine Senkung der Selbstbeteiligung von 1.500 auf 500 Euro kostet typischerweise 20 bis 50 Euro monatlich extra, was sich bei einem tatsächlichen Schadensfall schnell rechnet.

Wo finde ich auf miet24.de Auto-Abo-Angebote mit Vollkasko inklusive?

Auf miet24.de/langzeitmiete finden Sie Angebote von Anbietern mit verschiedenen Versicherungsstufen. Nutzen Sie die Filteroptionen, um Angebote mit dem gewünschten Versicherungsumfang gezielt zu vergleichen. Unser Auto-Abo-Vergleich gibt Ihnen zusätzliche Orientierung zu Preisen und Leistungsumfang.


Auto Abo vollkasko inklusive bietet finanzielle Planungssicherheit, aber die Details entscheiden über den tatsächlichen Schutz. Selbstbeteiligungshöhe, Ausschlüsse und Übergabekonditionen sind die kritischen Punkte beim Vergleich. Wer ein Abo mit echtem Vollschutz sucht, sollte diese Punkte aktiv erfragen, bevor der Vertrag unterzeichnet wird. Aktuelle Angebote von geprüften Anbietern finden Sie auf miet24.de/langzeitmiete.

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