Blog Bodenfräse mieten: Fräsen für Asphalt, Beton und Estrich

Bodenfräse mieten: Fräsen für Asphalt, Beton und Estrich

Bodenfräse mieten: Fräsen für Asphalt, Beton und Estrich

Ob Straßensanierung, Garageneinfahrt, Industrieboden oder Hausestrich: Wenn ein bestehender Belag oder eine Betonoberfläche abgetragen, strukturiert oder für einen neuen Belag vorbereitet werden muss, brauchen Sie eine Bodenfräse. Für die meisten Projekte lohnt es sich, eine Bodenfräse zu mieten statt zu kaufen, denn die Geräte sind teuer und werden selten dauerhaft gebraucht. Dieser Ratgeber erklärt, welche Bodenfräsen es gibt, was der Einsatz kostet und worauf Sie bei Sicherheit und Gerätewahl achten sollten.

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Was macht eine Bodenfräse?

Eine Bodenfräse trägt Betonoberflächen, Asphalt, Estrich oder Beschichtungen maschinell ab. Das rotierende Fräswerkzeug, eine Fräswalze mit Hartmetallzähnen, zerspant das Material lagenweise. Je nach Frästyp und Einstelltiefe entsteht dabei ein strukturiertes, mechanisch aufgerautes Profil oder eine ebene Oberfläche.

Bodenfräsen arbeiten anders als Bodenschleifer. Fräsen tragen aktiv Material ab und eignen sich für grobe Arbeiten und größere Abtragstiefen von 1 bis 30 mm. Schleifer erzeugen dagegen bei geringer Abtragstiefe eine glatte, polierte Oberfläche.

Bodenfräsen-Typen: Welches Gerät für welche Aufgabe?

Estrichfräse mieten

Estrichfräsen sind für Zement- und Anhydritestrich im Innenbereich gemacht. Sie sind kompakt, laufen elektrisch und erzeugen weniger Staub als andere Frästypen. Typische Aufgaben sind das Entfernen von Klebstoffresten, das Abtragen von Bodenunebenheiten und das Schaffen von Haftgrund für einen neuen Belag.

Wichtig: Im Innenbereich muss immer ein Industriestaubsauger angeschlossen sein, um die Staubentwicklung zu reduzieren. Feiner Betonstaub enthält Quarzfeinstaub, der gesundheitsschädlich ist und unter die DGUV Vorschrift 1 fällt. Wenn Sie ohne vollständige Absauganlage fräsen, ist persönliche Schutzausrüstung mit einer Halbmaske FFP2 oder besser FFP3 Pflicht.

Betonfräse mieten

Betonfräsen leisten mehr als Estrichfräsen und schaffen auch armierte Betonoberflächen. Sie kommen zum Einsatz, um Betonplatten für einen neuen Belag oder eine Beschichtung aufzurauen, Fugen zu schneiden oder die Oberfläche für Reparaturmörtel vorzubereiten.

Betonfräsen gibt es in Gehmaschinen-Größe für Handwerk und kleine Baustellen und als Großmaschinen mit Eigenantrieb für Industrieflächen. Für Garagen, Hobbyräume und kleine Lagerhallen reicht in der Regel eine handgeführte Maschine mit 5 bis 15 kW.

Asphaltfräse mieten

Asphaltfräsen (Kaltfräsen) werden im Straßen- und Wegbau eingesetzt. Sie tragen Asphaltschichten kontrolliert ab, etwa bei der Sanierung von Einfahrten, Parkplätzen oder Gemeindestraßen. Das anfallende Fräsgut lässt sich direkt in Lkw laden und als Recyclingmaterial wiederverwenden.

Kleine Asphaltfräsen für Einfahrten und Gehwege gibt es mit Arbeitsbreiten ab 30 cm. Große Straßenfräsmaschinen für Bundesstraßen und Autobahnen sind für gewerbliche Tiefbauunternehmen gedacht und für private Anwender kaum relevant.

Oberflächenfräse für Betonböden

Oberflächenfräsen sind Breitflächengeräte, die größere Flächen in einer Überfahrt bearbeiten. Sie eignen sich für Industriehallen, Logistikzentren, Tiefgaragen und Parkdecks. Mit Arbeitsbreiten bis zu 600 mm fräsen sie Unebenheiten, Beschichtungsreste und Betonverfärbungen effizient ab.

Was kostet es, eine Bodenfräse zu mieten?

Die Mietkosten hängen von Frästyp, Arbeitsbreite, Leistung und Mietdauer ab:

Estrichfräse (handgeführt, ca. 5 kW): Tagesmiete ca. 80 bis 150 Euro. Wochenmiete ca. 300 bis 500 Euro.

Betonfräse / Bodenfräse (handgeführt, 10-15 kW): Tagesmiete ca. 120 bis 200 Euro. Wochenmiete ca. 450 bis 700 Euro.

Kompakte Asphaltfräse (Arbeitsbreite 30-50 cm): Tagesmiete ca. 200 bis 350 Euro. Wochenmiete ca. 700 bis 1.200 Euro.

Breitflächenfräse (Gewerbeeinsatz, ab 50 cm Breite): Tagesmiete ab 300 Euro, Wochenmiete ab 1.000 Euro.

Diamant-Fräswerkzeuge (Verschleißteile): Diamantsegmente nutzen sich beim Fräsen ab. Prüfen Sie, ob die Kosten für den Werkzeugverschleiß im Mietpreis enthalten sind oder separat berechnet werden.

Auf der miet24 Baumaschinen-Seite finden Sie Anbieter für Bodenfräsen in Ihrer Region.

Bodenfräse vs. Bodenschleifer: Was ist der Unterschied?

Diese Frage stellt sich bei Sanierungsprojekten oft. Die Antwort hängt vom Zustand der Oberfläche und dem gewünschten Ergebnis ab:

Bodenfräse wählen Sie, wenn Unebenheiten über 3 mm abgetragen werden müssen, wenn Beschichtungen, Klebstoffe oder Farben verschwinden sollen, wenn eine Betonoberfläche für Beschichtungen oder Kleber aufgeraut wird oder wenn Asphalt oder Estrich lagenweise abzubauen ist.

Bodenschleifer wählen Sie, wenn Sie eine glatte, ebene und eventuell polierte Oberfläche wollen, wenn leichte Unebenheiten unter 2 mm auszugleichen sind oder wenn Beton für Versiegelungen oder hochwertige Beschichtungen vorbereitet wird.

Wenn beides infrage kommt, bietet miet24.de auch Bodenschleifer zur Miete für alle Bodentypen.

Sicherheitshinweise beim Einsatz von Bodenfräsen

Bodenfräsen sind leistungsstarke Maschinen mit rotierenden Schneidwerkzeugen. Folgende Sicherheitsregeln müssen Sie einhalten:

Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Schutzbrille oder Gesichtsschutz, Gehörschutz (Schalldruck bis 105 dB(A)), staubdichte Halbmaske (FFP2/FFP3), Sicherheitsschuhe mit Zehenkappe, Handschuhe.

Stromanschluss prüfen: Elektrische Bodenfräsen brauchen 400-V-Drehstrom. Prüfen Sie, ob auf Ihrer Baustelle ein passender Anschluss vorhanden ist. Fehlt der Netzanschluss, brauchen Sie einen Stromerzeuger mit ausreichender Leistung.

Untergrund auf Versorgungsleitungen prüfen: Klären Sie vor dem Fräsen immer den Verlauf von Strom-, Wasser- und Gasleitungen. Fordern Sie die Planungsunterlagen beim Versorger an oder beauftragen Sie einen Ortungsservice.

Abkühlung der Fräswerkzeuge: Manches Fräswerkzeug muss nass betrieben werden (Nassfräsen). Prüfen Sie, ob das gemietete Gerät für Trocken- oder Nassbetrieb ausgelegt ist.

Fläschenschleifer als Ergänzung

Bei großen Betonbodenflächen ist nach dem Fräsen oft ein weiterer Bearbeitungsschritt nötig. Ein Flächenschleifer zur Miete glättet die gefräste Oberfläche und bereitet sie für Epoxidharz-Beschichtungen, PU-Lackierungen oder neue Bodenbeläge vor. Viele Vermieter bieten Bodenfräse und Flächenschleifer als Paket an.

Bodenfräse mieten: Anbietervergleich und Mietabwicklung

Bodenfräsen haben die meisten größeren Baumaschinenverleiher im Sortiment. Regionale Anbieter haben oft eine bessere Verfügbarkeit und kürzere Lieferzeiten als überregionale Ketten. Vergleichen Sie vor der Buchung den Mietpreis inklusive aller Zusatzkosten (Werkzeugverschleiß, Transport), den Zustand und das Alter des Geräts, die verfügbare Einweisung und den Service bei technischen Defekten sowie das Übergabeprotokoll und die Schadensregelung.

Prüfen Sie das Gerät bei Abholung oder Lieferung auf offensichtliche Defekte wie Risse im Gehäuse, beschädigte Fräswerkzeuge oder den Zustand der Schutzabdeckungen, und dokumentieren Sie alle Mängel vor der Inbetriebnahme. Das schützt Sie bei der Rückgabe vor ungerechtfertigten Haftungsansprüchen.

Bodenfräsen richtig reinigen und zurückgeben

Nach dem Einsatz geben Sie das gemietete Gerät gereinigt zurück. Betonstaub und Fräsgut setzen sich in den Luftkühleröffnungen, am Fräswerkzeug und im Gehäuse fest. Eine gründliche Reinigung mit Druckluft und einem feuchten Lappen verlängert die Lebensdauer des Geräts und erspart Ihnen Rückgabeabzüge.

Prüfen Sie das Fräswerkzeug auf Verschleiß. Sind Hartmetallzähne gebrochen oder stark abgenutzt, informieren Sie den Vermieter. Werkzeugverschleiß gehört im normalen Betrieb dazu, aber extreme Abnutzung durch falschen Untergrund oder übermäßigen Druck kann Zusatzkosten verursachen.

Öl- und Kraftstoffstand prüfen: Einige Benzin- oder Dieselgeräte werden mit vollem Tank abgeholt und sollten so zurückgegeben werden. Klären Sie diesen Punkt im Mietvertrag, um Nachforderungen zu vermeiden.

Wann lohnt sich Bodenfräsen im Vergleich zu anderen Methoden?

Neben dem Fräsen gibt es weitere Methoden für die Bodenbearbeitung: Kugelstrahlen, Schleifen, Säureätzung und Sandstrahlen. Jede Methode hat ihre Stärken, je nach Untergrund, gewünschter Oberfläche und verfügbaren Geräten.

Bodenfräsen lohnt sich vor allem dann, wenn mittlere bis große Abtragsmengen schnell und wirtschaftlich weg müssen, wenn grobe Unebenheiten, Klebstoffreste, alte Beschichtungen oder abgeplatzte Betonbereiche zu beseitigen sind oder wenn eine definierte Rautiefe als Haftgrund für neue Beschichtungen gefordert ist.

Bei hochwertigen Oberflächen wie Sichtbeton oder poliertem Betonboden ist ein Schleifer die bessere Wahl. Bei sehr dünnen Beschichtungen oder nur leichten Verunreinigungen arbeitet Kugelstrahlen präziser. Für Außenbereiche mit starkem Bewuchs oder tiefen Rissen kombiniert man Schleifen und Fräsen oft.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Bodenfräse mieten

Kann ich eine Bodenfräse als Privatperson mieten?

Ja, grundsätzlich schon. Handgeführte Bodenfräsen bis 15 kW sind für Heimwerker und private Auftraggeber gedacht. Achten Sie auf die richtige Bedienung und die Schutzausrüstung, und fragen Sie beim Verleih nach einer kurzen Einweisung. Viele Baumaschinenverleiher bieten bei der Abholung eine kurze Geräteschulung an, die meist kostenlos ist und Ihnen den sicheren Betrieb zeigt. Für private Garageneinfahrten, Terrassen- oder Kellerböden eignen sich kompakte Estrich- und Betonfräsen gut.

Wie tief kann eine Bodenfräse abtragen?

Handgeführte Geräte tragen je nach Einstellung 1 bis 15 mm pro Überfahrt ab. Für tiefere Abtragungen, etwa eine komplette Asphaltschicht von 4 cm, brauchen Sie mehrere Überfahrten oder eine leistungsstärkere Maschine.

Ist Bodenfräsen staubig?

Ja. Vor allem bei Beton und Estrich entsteht viel Feinstaub. Ein Industriesauger mit Entstauberklasse H oder M sollte immer angeschlossen sein. Beim Außeneinsatz auf Asphalt ist die Staubbelastung geringer, aber Atemschutz bleibt sinnvoll. In geschlossenen Räumen müssen Sie für ausreichende Belüftung sorgen. Öffnen Sie Fenster und Türen oder setzen Sie einen Baustellenlüfter ein, damit die Staubkonzentration in der Raumluft auf ein unbedenkliches Niveau sinkt.

Wie lange dauert es, eine Garageneinfahrt zu fräsen?

Eine typische Garageneinfahrt von 20 bis 30 m² schaffen Sie mit einer kompakten Bodenfräse in zwei bis vier Stunden, abhängig von Abtragtiefe und Geräteleistung. Rechnen Sie zusätzliche Zeit für Auf- und Abbau, Reinigung und die Entsorgung des Fräsguts ein. Das Fräsgut entsorgen Sie je nach Material unterschiedlich: Betonabrieb und Estrichstaub gelten als Bauschutt, Asphaltfräsgut lässt sich in manchen Regionen beim nächsten Straßenbauprojekt recyceln. Klären Sie die Entsorgung vorab mit dem örtlichen Baustoffentsorgungsdienstleister.

Bodenfräse mieten: Checkliste vor dem Einsatz

Bevor Sie mit der gemieteten Bodenfräse starten, gehen Sie diese Punkte durch: Schutzausrüstung vollständig vorhanden (Maske, Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe, Sicherheitsschuhe). Stromanschluss mit ausreichender Leistung geprüft. Leitungsverlauf im Boden bekannt. Industriesauger angeschlossen. Fräswerkzeug für den gewünschten Untergrund geeignet. Entsorgung des Fräsguts geplant. Übergabeprotokoll bei Gerätemiete ausgefüllt.

Wer eine Bodenfräse mieten möchte, findet auf miet24.de Bodenfräsen für Asphalt, Beton und Estrich sowie ergänzende Geräte für alle Bodenbearbeitungsaufgaben in ganz Deutschland.

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