Blog Auto mieten für einen Monat: Tarife und Vergleich zur Langzeitmiete

Auto mieten für einen Monat: Tarife und Vergleich zur Langzeitmiete

Ein Auto für einen Monat mieten kostet je nach Modell zwischen 380 und 2.500 Euro. Diese Spanne erklärt sich aus drei sehr unterschiedlichen Wegen: 30 einzelne Tagesmieten beim klassischen Autovermieter, eine echte Monatspauschale oder ein Auto-Abo mit monatlicher Kündigung. Wer den Unterschied kennt, zahlt für dasselbe Kompaktauto im Monat schnell 800 bis 1.500 Euro weniger.

Der deutsche Markt trennt streng zwischen Tagesmiete, Wochen- und Monatspauschale. Auto-Abos haben sich als eigenes Segment etabliert: Der Bestand an Abo-Fahrzeugen ist zwischen 2021 und 2024 deutlich gewachsen (DAT-Report, 2024). Für die Anmietung über vier Wochen sind sie in den meisten Fällen die günstigste Lösung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich an einen Fachanwalt, Steuerberater oder Ihre Versicherung.

Drei Wege, ein Auto für einen Monat zu mieten

30 klassische Tagesmieten. Beim klassischen Vermieter wie Sixt oder Europcar ohne spezielle Monatspauschale. Der Tagespreis liegt bei 50 bis 80 Euro für die Kompaktklasse und summiert sich auf 1.500 bis 2.400 Euro im Monat. Dazu kommt oft ein Versicherungs-Upgrade von 500 bis 750 Euro. In Summe 2.000 bis 3.150 Euro.

Echte Monatspauschale. Manche Vermieter haben eigene Monatstarife mit deutlich reduziertem Tagespreis. Die Pauschale beträgt 600 bis 1.200 Euro pro Monat für die Kompaktklasse, inklusive Versicherung und Kilometerpaket.

Auto-Abo mit einem Monat Mindestlaufzeit. Plattformen wie Finn oder ViveLaCar haben Abos mit monatlicher Kündigung. Die Monatsrate liegt bei 380 bis 700 Euro für die Kompaktklasse, all inclusive. Sie zahlen eine feste Pauschale, nur der Kraftstoff kommt separat dazu.

Was kostet ein Auto für einen Monat?

Die kurze Antwort: Zwischen einem Auto-Abo und 30 Einzelmieten liegen oft mehr als 1.500 Euro. Die folgende Tabelle vergleicht die vier gängigen Modelle für eine Kompaktklasse wie den VW Golf.

Modell Preis pro Monat Versicherung Inklusiv-Kilometer Mindestlaufzeit
30 Tagesmieten 1.500 bis 2.400 Euro Aufpreis 500 bis 750 Euro tarifabhängig keine
Monatspauschale 600 bis 1.200 Euro enthalten 1.500 bis 3.000 km 1 Monat
Auto-Abo 380 bis 700 Euro enthalten 1.000 bis 1.500 km 1 Monat
Langzeitmiete (ab 3 Monaten) 350 bis 600 Euro enthalten 1.250 bis 1.500 km 3 bis 6 Monate

Die Tabelle zeigt ein klares Bild. Sobald Sie ein Auto länger als etwa zwei Wochen am Stück brauchen, ist die Tagesmiete die mit Abstand teuerste Variante. Details zum Vergleich Auto-Abo gegen klassisches Leasing finden Sie in unserem Vergleichsartikel zu Auto-Abo und Leasing.

Voraussetzungen: Führerschein, Alter und Kaution

Bevor Sie ein Auto für einen Monat mieten, prüfen Anbieter dieselben Punkte wie bei jeder Anmietung. Bei längeren Laufzeiten kommen ein paar Besonderheiten dazu.

Führerschein. Für die Kompaktklasse genügt die Klasse B. Wichtig ist die Besitzdauer: Viele Auto-Abo-Anbieter setzen mindestens ein Jahr Fahrpraxis voraus, klassische Vermieter oft mehr.

Mindestalter. Standard sind 21 Jahre, bei einigen Fahrzeugklassen 23 oder 25 Jahre. Fahrer unter 25 zahlen bei der klassischen Tagesmiete häufig einen Jungfahrer-Zuschlag von 15 bis 30 Euro pro Tag, der sich über einen Monat auf mehrere Hundert Euro summiert. Auto-Abos verzichten in der Regel auf diesen Zuschlag.

Kaution und Bonität. Bei der klassischen Miete wird eine Kaution von 200 bis 1.500 Euro auf der Kreditkarte geblockt. Auto-Abo und Langzeitmiete kommen meist ohne Kaution aus, prüfen dafür aber die Bonität über eine SCHUFA-Abfrage. Eine gültige Kreditkarte ist bei fast allen Anbietern Pflicht.

Selbstbeteiligung. Im Schadensfall tragen Sie je nach Tarif 300 bis 1.500 Euro selbst. Gegen Aufpreis lässt sich dieser Betrag auf 150 oder 250 Euro senken. Bei einem ganzen Monat lohnt sich die Reduzierung in den meisten Fällen.

Wann sich welches Modell lohnt

Genau ein Monat geplant. Das Auto-Abo mit einem Monat Mindestlaufzeit ist meist am günstigsten und am einfachsten. Sie zahlen eine monatliche Pauschale ohne Versicherungs-Aufpreis.

Zwei bis sechs Monate Bedarf. Hier ist die klassische Langzeitmiete optimal. Eine Mindestlaufzeit von drei oder sechs Monaten senkt die Monatsrate gegenüber dem Abo um 10 bis 20 Prozent.

Unklar, ob ein oder zwei Monate. Ein Auto-Abo mit kurzer Mindestlaufzeit gibt Ihnen die volle Flexibilität, kostet dafür etwas mehr pro Monat. Verlängert sich der Bedarf über drei Monate hinaus, wechseln Sie später zur Langzeitmiete.

Typische Anlässe für eine Monatsmiete sind ein Jobwechsel in eine andere Stadt, während der alte Dienstwagen weg und der neue noch nicht da ist, ein Praktikum ohne S-Bahn-Anbindung oder eine längere Werkstattzeit nach einem Unfall. Wer über den Kauf eines Elektroautos nachdenkt, testet mit einem Monat Abo den Alltag, ohne sich auf 36 Monate Leasing festzulegen.

Auto-Abo-Anbieter im Vergleich

Finn. Einer der größten Anbieter in Deutschland. Mindestlaufzeit ein, drei, sechs oder zwölf Monate, Monatsraten von 380 bis 800 Euro für die Kompaktklasse. Enthalten sind Versicherung, Wartung, Reifen und Kfz-Steuer.

ViveLaCar. Setzt auf monatlich kündbare Verträge. Die Monatsraten liegen bei 420 bis 850 Euro für die Kompaktklasse. Volle Flexibilität, dafür etwas höhere Tarife.

Sixt+. Das Abo-Modell des bekannten Vermieters, mit Monatsraten ab 400 Euro. Vorteil ist die Übergabe an den Sixt-Stationen und die schnelle Verfügbarkeit.

Auch überregionale Vermieter wie Europcar oder Buchbinder haben eigene Monatstarife. Ein direkter Preisvergleich lohnt sich, weil die Konditionen je nach Standort und Fahrzeugklasse stark schwanken.

Was in der Monatsmiete enthalten ist

Bei seriösen Anbietern deckt die Monatspauschale die meisten laufenden Kosten ab. Enthalten sind das Fahrzeug mit Lieferung zur Haustür oder Abholung an der Station, eine Vollkaskoversicherung mit niedriger Selbstbeteiligung, die Haftpflichtversicherung sowie Wartung und Inspektion nach Herstellervorgabe.

Dazu kommen Sommer- und Winterreifen samt saisonalem Wechsel, die Kfz-Steuer und eine Pannenhilfe rund um die Uhr in Europa. Ein Inklusiv-Paket von 1.000 bis 1.500 Kilometern pro Monat gehört ebenfalls dazu, Mehrkilometer kosten 10 bis 20 Cent. Nur den Kraftstoff oder den Ladestrom zahlen Sie selbst.

In fünf Schritten zum Auto für einen Monat

Die Buchung läuft bei Auto-Abo und Monatsmiete ähnlich ab.

  1. Fahrzeugklasse und Laufzeit festlegen. Für einen Monat wählen Sie die kürzeste Mindestlaufzeit, um flexibel zu bleiben.
  2. Kilometerpaket realistisch schätzen. Rechnen Sie Pendelstrecke, Wochenendfahrten und Puffer zusammen.
  3. Angebote vergleichen. Achten Sie auf Selbstbeteiligung, Lieferkosten und Jungfahrer-Zuschläge, nicht nur auf die Grundrate.
  4. Unterlagen hochladen. Führerschein, Personalausweis und Kreditkarte, bei Auto-Abos zusätzlich die Bonitätsprüfung.
  5. Übergabe und Protokoll. Kilometerstand, Tankfüllung und vorhandene Schäden mit Fotos dokumentieren.

Regionale Unterschiede bei der Monatsmiete

Preis und Verfügbarkeit hängen stark vom Standort ab. In München, Frankfurt und Stuttgart liegen die Raten oft am oberen Rand der genannten Spannen, weil die Nachfrage hoch ist. In ländlichen Regionen ist die Auswahl bei Auto-Abos dünner, dafür sind klassische Vermieter mit Monatspauschale näher.

Die Lieferung zur Haustür ist bei vielen Abo-Anbietern in Großstädten kostenlos, in kleineren Orten kommt teils ein Aufschlag von 80 bis 200 Euro dazu. Wer flexibel ist, holt das Fahrzeug an der Station ab und spart diesen Posten.

Auto privat für einen Monat mieten

Neben Vermietern und Abo-Plattformen gibt es das private Carsharing. Shary, die deutsche P2P-Carsharing-Plattform aus Bonn (Teil des miet24-Netzwerks), vermittelt private Fahrzeuge per App und deckt auch längere Mietzeiten ab. Manche Vermieter bieten Sondertarife für 30-Tage-Mieten, die Tagesrate startet ab 20 Euro, bei Monatspauschalen liegt sie oft bei 15 bis 25 Euro pro Tag.

Jede Buchung über Shary ist über die VHV Versicherung abgesichert. Für den privaten Vermieter sind bis zu 800 Euro pro Monat Zusatzeinnahmen möglich, indem er sein Auto teilt, statt es stehen zu lassen. Bei spezielleren Fahrzeugen wie Campervans oder Oldtimern ist die private Vermietung häufig die einzige praktikable Option. Wer privat vermietet, sollte vorab die eigene Kaskoversicherung auf den Mietfall prüfen und ein schriftliches Übergabeprotokoll anfertigen.

Häufige Fehler bei der Monatsmiete

Tagesmiete statt Monatspauschale gebucht. Der häufigste und teuerste Fehler. 30 Einzeltage kosten oft das Doppelte bis Dreifache einer echten Monatslösung.

Kilometerpaket zu knapp gewählt. Bei 500 Kilometern über dem Inklusiv-Paket kommen schnell 50 bis 100 Euro zusammen. Schätzen Sie Ihren Bedarf lieber etwas großzügiger.

Kündigungsfrist verpasst. Ein Auto-Abo mit monatlicher Kündigung verlängert sich automatisch, wenn Sie nicht aktiv kündigen. Notieren Sie sich den Stichtag direkt bei Vertragsschluss.

Selbstbeteiligung nicht reduziert. Bei einem ganzen Monat auf der Straße steigt das Schadensrisiko. Die Reduzierung auf 150 oder 250 Euro kostet wenig und schützt vor einer hohen Nachzahlung.

Steuer und Vertrag bei längerer Anmietung

Bei privaten Mietern ist eine Monatsmiete des Autos eine Konsumausgabe ohne steuerliche Wirkung. Nutzen Sie das Fahrzeug beruflich, etwa für Pendelfahrten zur Arbeit, lassen sich Anteile als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung ansetzen.

Bei Gewerbekunden sind die Mietkosten im Zahlungsjahr voll als Betriebsausgabe absetzbar, umsatzsteuerpflichtige Unternehmen ziehen die Vorsteuer ab. Bei Privatnutzung eines Firmenfahrzeugs gilt die 1-Prozent-Regelung wie bei Leasing oder Kauf.

Im Vertrag verdienen zwei Punkte besondere Aufmerksamkeit. Die Lieferung zur Haustür ist bei vielen Abo-Anbietern im Preis enthalten, bei klassischen Vermietern kostet sie extra. Und bei vielen Auto-Abos können Sie das Fahrzeug während der Laufzeit wechseln, etwa von der Kompaktklasse zum SUV oder vom Verbrenner zum Elektroauto. Die Wechselgebühr liegt meist bei 50 bis 200 Euro. Klassisches Leasing bietet diese Flexibilität nicht ohne hohe Ablösegebühren.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Auto für einen Monat?
Ein Auto-Abo der Kompaktklasse kostet 380 bis 700 Euro inklusive Versicherung. Eine echte Monatspauschale beim Vermieter liegt bei 600 bis 1.200 Euro, 30 klassische Tagesmieten bei 1.500 bis 2.400 Euro. Am günstigsten sind Auto-Abo und Langzeitmiete.

Welcher Anbieter ist am günstigsten?
Bei genau einem Monat sind Finn oder vergleichbare Auto-Abo-Anbieter mit 380 bis 600 Euro pro Monat meist am günstigsten. Ab zwei Monaten ist die klassische Langzeitmiete mit drei Monaten Mindestlaufzeit oft die bessere Wahl.

Welche Voraussetzungen brauche ich?
Sie brauchen einen Führerschein der Klasse B, sind je nach Anbieter mindestens 21 Jahre alt und legen eine gültige Kreditkarte vor. Auto-Abos setzen zusätzlich eine Bonitätsprüfung an, verzichten dafür meist auf Kaution und Jungfahrer-Zuschlag.

Kann ich ein E-Auto für einen Monat mieten?
Ja, fast alle Abo-Anbieter haben Elektroautos im Programm. Die Monatsrate liegt je nach Modell etwas höher, dafür sparen Sie beim Laden gegenüber dem Kraftstoff. Ein Monat eignet sich gut als Alltagstest vor dem Kauf.

Brauche ich eine Anzahlung?
Bei Auto-Abo und Langzeitmiete in der Regel keine. Beim Leasing sind dagegen oft 5 bis 20 Prozent des Listenpreises üblich. Das ist ein wesentlicher Liquiditätsvorteil der Miete.

Was passiert nach dem Monat?
Bei einem Abo mit monatlicher Kündigung läuft der Vertrag bis zur aktiven Kündigung weiter, sonst verlängert er sich automatisch. Bei einer Langzeitmiete mit drei oder sechs Monaten Mindestlaufzeit ist die Kündigung erst nach Ablauf dieser Frist möglich.

Wo finde ich auf miet24.de Anbieter für die Monatsmiete?
Auf miet24.de finden Sie Auto-Abo-Anbieter, klassische Langzeitmieter und private Plattformen wie Shary mit unterschiedlichen Monatstarifen. Sie vergleichen die Angebote nach Standort und Fahrzeugklasse.


Ein Auto für einen Monat mieten ist mit Auto-Abo oder Langzeitmiete deutlich günstiger als 30 klassische Tagesmieten. Wer den passenden Anbieter und die richtige Mindestlaufzeit wählt, das Kilometerpaket realistisch schätzt und die Kündigungsfrist im Blick behält, spart im Monat 1.000 bis 2.000 Euro gegenüber Einzelmieten. Passende Monatstarife und Abo-Angebote vergleichen Sie im Bereich Langzeitmiete sowie unter allen Auto-Angeboten auf miet24.de.

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