Camper vermieten und die Flotte besser auslasten

Jeder Camper, der zwischen zwei Buchungen auf dem Hof steht, verdient nichts. Für einen Vermietbetrieb zählt am Ende die Auslastung über die ganze Saison, nicht der Tagessatz eines einzelnen Fahrzeugs. Gerade in Rand- und Nebenzeiten bleiben Lücken im Kalender, während Wertverlust, Versicherung und Steuer für die gesamte Flotte weiterlaufen. Genau diese Lücken lassen sich über zusätzliche Reichweite füllen, ohne dass Sie in weitere Fahrzeuge investieren.

Camper vermieten heißt für Sie: bestehenden Bestand über einen zusätzlichen Kanal sichtbar machen und die Fahrzeuge in Zeiten belegen, in denen der eigene Direktvertrieb an seine Grenzen kommt. Auf miet24.de laufen bundesweit aktuell 72 Camper-Angebote, überwiegend im Oberklasse-Segment. Die Nachfrage nach ausgestatteten, reisefertigen Fahrzeugen ist hoch, das Angebot dünn. Das verschiebt die Kalkulation zu Ihren Gunsten.

Warum sich ein Camper zum Vermieten eignet

Ein Wohnmobil verliert auch im Stand an Wert. Neuwagen im Reisemobilsegment verlieren in den ersten drei Jahren rund 15 bis 20 % ihres Werts (ADAC, 2023). Dieser Verlust fällt für jedes Fahrzeug im Bestand an, egal ob es vermietet ist oder auf dem Hof steht. Jeder zusätzliche Miettag arbeitet gegen genau diesen Abschreibungsposten.

Dazu kommt die Auslastung. Ein durchschnittlicher Camper ist über das Jahr an unter 30 Tagen im Einsatz (CIVD Marktdaten, 2023). Für einen Betrieb sind das rund 330 Tage, an denen ein Fahrzeug Deckungsbeitrag liefern könnte und es nicht tut. Schon 40 bis 60 zusätzliche Vermiettage pro Fahrzeug verschieben den Auslastungsgrad spürbar. Die Hauptsaison von Mai bis September ist bei den meisten Vermietern ohnehin gut gebucht, doch Vor- und Nachsaison sowie Herbstferien bleiben oft frei und sind trotzdem gut nachgefragt.

Der Markt wächst seit Jahren. In Deutschland waren Anfang 2024 rund 928.000 Wohnmobile zugelassen, ein Plus von über 60 % gegenüber 2019 (KBA, 2024). Viele Interessenten wollen mittlerweile mieten statt kaufen, treffen aber auf eine begrenzte Zahl professioneller Anbieter. Diese Schere zwischen wachsender Mietnachfrage und knappem Angebot ist der Grund, warum ein gut ausgestatteter Flottenwagen heute planbar Buchungen bekommt.

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Wie das Vermieten auf miet24 läuft

Sie legen ein Inserat mit Fotos, Ausstattung, Bettenzahl, Baujahr und Ihren Konditionen an. Interessenten fragen an, Sie prüfen und bestätigen. Termin, Preis und Kaution klären Sie direkt mit dem Mieter, die Übergabe erfolgt persönlich vor Ort. Sie behalten die Kontrolle darüber, wer Ihr Fahrzeug bekommt und zu welchen Bedingungen, und binden den Kanal in Ihre bestehenden Abläufe ein.

miet24 ist ein horizontaler Mietmarktplatz. Ihre Camper werden nicht in einer reinen Wohnmobil-Nische versteckt, sondern von Menschen gefunden, die ohnehin nach Miet-Lösungen suchen. So erreichen Sie Neukunden, die über Ihren eigenen Direktvertrieb bisher nicht bei Ihnen gelandet wären. Ein gutes, ehrliches Inserat mit klaren Fotos und vollständiger Ausstattungsliste ist die Grundlage für jede Buchung und die erste Sache, in die Sie Zeit stecken sollten.

Realistische Preise und Einnahmen

Die Tagespreise hängen stark von Fahrzeugtyp, Alter und Ausstattung ab. Für ein reisefertiges Wohnmobil der Mittel- bis Oberklasse sind in der Hauptsaison 120 bis 200 € pro Tag üblich, in der Nebensaison 80 bis 130 €. Wochenpauschalen liegen meist zwischen 700 und 1.300 €, weil längere Buchungen weniger Aufwand und Leerlauf bedeuten und Ihre Übergabekapazität schonen.

Eine Beispielrechnung aus Betriebssicht: Bei 100 € Durchschnitt pro Tag und 50 zusätzlichen Vermiettagen kommen pro Fahrzeug 5.000 € brutto zusammen. Davon gehen Reinigung, anteilige Versicherung, Wartung und Verschleiß ab. Was als Deckungsbeitrag übrig bleibt, trägt die laufenden Fixkosten des Fahrzeugs und arbeitet darüber hinaus. Der Neupreis eines Reisemobils liegt heute im Schnitt bei über 70.000 € (CIVD, 2023), entsprechend hoch ist die Kapitalbindung, die jeder zusätzliche Miettag rechtfertigen muss.

PositionHauptsaisonNebensaison
Tagespreis Mittelklasse120 bis 160 €80 bis 110 €
Tagespreis Oberklasse160 bis 200 €110 bis 130 €
Wochenpauschale900 bis 1.300 €700 bis 900 €
Übliche Kilometerpauschale150 bis 250 km/Tag inklusive

Leiten Sie Ihren Preis aus Fixkosten, Zielauslastung und Vergleichsangeboten her, statt ihn zu schätzen. Ein zu niedriger Preis zieht die falschen Anfragen an und drückt Ihren Deckungsbeitrag, ein zu hoher lässt den Kalender leer.

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Absicherung bei hohem Fahrzeugwert

Ein Camper ist ein hochwertiges Fahrzeug, oft mit Liebhaberwert. Die Absicherung steht deshalb an erster Stelle. Sie brauchen eine Versicherung, die die gewerbliche Vermietung ausdrücklich abdeckt. Prüfen Sie, ob Ihre bestehende Flottenpolice den zusätzlichen Kanal einschließt, denn eine reine Standardpolice reicht nicht, sobald Sie regelmäßig gegen Geld vermieten. Klären Sie das vor der ersten Buchung mit Ihrem Versicherer.

Die Kaution schützt Sie vor Schäden und grober Fahrlässigkeit. Bei Wohnmobilen sind 1.000 bis 2.500 € üblich, gestaffelt nach Fahrzeugwert. Die Kaution deckt in der Regel die Selbstbeteiligung der Vollkasko ab, falls etwas passiert. Halten Sie Übergabezustand, Kilometerstand und Tankfüllung schriftlich fest, am besten mit Fotos. Grundlagen zu Haftung und Deckung finden Sie unter Versicherung und Haftung beim Vermieten.

Übergabe, Fahrerprüfung und Kilometerbegrenzung

Ein Camper fährt sich anders als ein Pkw. Länge, Höhe und Gewicht überfordern ungeübte Fahrer. Prüfen Sie deshalb den Führerschein: Fahrzeuge über 3,5 Tonnen brauchen die Klasse C1. Bei jüngeren Mietern oder Fahranfängern dürfen Sie ablehnen oder ein Mindestalter setzen. Viele Vermietbetriebe verlangen 25 Jahre und drei Jahre Fahrpraxis und halten das in ihren AGB fest.

Nehmen Sie sich für die Übergabe Zeit. Gehen Sie Bedienung von Gas, Wasser, Toilette, Markise und Aufbau durch, machen Sie eine kurze Einweisung zum Fahrverhalten. Eine Kilometerbegrenzung von 150 bis 250 km pro Tag ist Standard, Mehrkilometer rechnen Sie mit 0,20 bis 0,40 € ab. Das schützt vor überhöhtem Verschleiß und macht Ihre Kalkulation planbar. Buchhalterisch führen Sie die Einnahmen aus dem neuen Kanal sauber mit Ihren übrigen Mieterlösen zusammen und halten Belege von Anfang an geordnet fest.

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Worauf Camper-Vermieter besonders achten

Reinigung und Zustand entscheiden über Bewertungen und Folgebuchungen. Planen Sie zwischen zwei Mietern einen Puffertag für Reinigung, Tankcheck und Entleerung der Tanks ein. Dokumentieren Sie jeden Übergabezustand. Legen Sie klare Regeln zu Haustieren, Rauchen und Reisegebiet fest, manche Länder sind vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Achten Sie auch auf die Saisonlogik. Buchungen für den Sommer kommen oft schon im Februar und März herein, wer erst im Mai inseriert, verpasst die beste Nachfrage. Blocken Sie Ihre eigenen fest verplanten Termine früh im Kalender und geben Sie den Rest gezielt frei. Ein Wartungscheck vor der Saison verhindert Ausfälle mitten in einer Buchung, die Sie sonst Geld und eine gute Bewertung kosten. Wer diese Punkte über die ganze Flotte konsequent umsetzt, hebt seinen Auslastungsgrad Jahr für Jahr.

Wenn Sie tiefer in das Oberklassen-Segment einsteigen wollen, lohnt der Blick auf den Überblicksartikel Wohnmobil vermieten. Für kompaktere Fahrzeuge sind Kastenwagen vermieten und Wohnwagen vermieten die passenden Schwester-Ratgeber.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie viel kann ich mit dem Vermieten meines Campers verdienen?

Bei 100 € Durchschnittspreis und 50 zusätzlichen Vermiettagen sind pro Fahrzeug rund 5.000 € brutto realistisch. Davon gehen Reinigung, Versicherung, Wartung und Verschleiß ab. Der verbleibende Deckungsbeitrag trägt in vielen Fällen die Fixkosten des Fahrzeugs.

Welche Versicherung brauche ich zum Vermieten?

Sie brauchen eine Kfz-Versicherung, die die gewerbliche Vermietung ausdrücklich einschließt, idealerweise mit Vollkasko und niedriger Selbstbeteiligung. Sprechen Sie vor der ersten Buchung mit Ihrem Versicherer, eine Standardpolice ohne Vermietklausel reicht nicht.

Darf jeder meinen Camper mieten?

Nein. Sie prüfen den Führerschein, bei Fahrzeugen über 3,5 Tonnen ist Klasse C1 nötig. Sie dürfen ein Mindestalter und Mindest-Fahrpraxis verlangen und Anfragen ablehnen, die Ihnen nicht sicher erscheinen.

Wie hoch sollte die Kaution sein?

Bei Wohnmobilen sind 1.000 bis 2.500 € üblich, gestaffelt nach Fahrzeugwert. Die Kaution sollte mindestens die Selbstbeteiligung Ihrer Vollkasko abdecken.

Wie viele Camper werden auf miet24 angeboten?

Aktuell laufen bundesweit 72 Camper-Angebote auf miet24, überwiegend im Oberklasse-Segment. Das Angebot ist im Verhältnis zur Nachfrage dünn, was Ihre Chancen auf Buchungen erhöht.


Ein stehender Camper bindet Kapital, ein vermieteter erwirtschaftet Deckungsbeitrag. Wer als Betrieb seine Camper vermieten und besser auslasten will, gewinnt über die Reichweite von miet24 zusätzliche Buchungen und Neukunden und behält dabei die Kontrolle über jeden Auftrag. Legen Sie Ihre Inserate an und jetzt Vermieter werden auf miet24.de.