
VW Amarok Langzeitmiete: Kosten & Modelle
Ein Amarok wird selten für die nächsten acht Jahre gebraucht. Er wird gebraucht, weil ein Bauabschnitt läuft, weil ein zweiter Standort aufgebaut wird oder weil im Betrieb ein Zugfahrzeug ausfällt und der Ersatz erst in neun Monaten geliefert wird. Für genau diese Zeiträume ist die VW Amarok Langzeitmiete gedacht: Sie mieten den Pickup für 1 bis 48 Monate, zahlen eine feste Monatsrate mit Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und Zulassung und geben ihn danach zurück.
Die zweite Generation des Amarok läuft seit Dezember 2022 im südafrikanischen Silverton vom Band, gemeinsam mit dem Ford Ranger, mit dem sie sich Plattform, Motoren und Getriebe teilt (Volkswagen Nutzfahrzeuge, 2022). Das hat für Mietflotten zwei Folgen. Die Technik ist verbreitet, Ersatzteile und Werkstätten sind kein Problem. Das Segment bleibt trotzdem winzig: Pickups kommen in Deutschland auf deutlich unter 1 % der jährlich rund 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen (Kraftfahrt-Bundesamt, 2024). Ein Amarok ist in einer Mietflotte ein Einzelposten, keine Regalware.
Was eine VW Amarok Langzeitmiete kostet
Vier Größen bestimmen die Rate: Motorisierung, Ausstattungslinie, Laufzeit und Kilometerpaket. Der Amarok liegt über einem gleich teuren Kombi, weil Verbrauch, Reifendimension und Verschleiß im gewerblichen Einsatz höher ausfallen und die Fahrzeuge stärker beansprucht zurückkommen. Die folgenden Spannen sind Orientierungswerte für 12 bis 24 Monate Laufzeit und rund 1.000 Kilometer im Monat.
| Variante | Leistung | Verbrauch WLTP | Rate pro Monat |
|---|---|---|---|
| Amarok 2.0 TDI Life | 125 kW (170 PS) | rund 7,7 l/100 km | 650 bis 780 Euro |
| Amarok 2.0 TDI Style | 151 kW (205 PS) | rund 8,1 l/100 km | 720 bis 860 Euro |
| Amarok 3.0 V6 TDI PanAmericana | 177 kW (240 PS) | rund 9,4 l/100 km | 820 bis 980 Euro |
| Amarok 3.0 V6 TDI Aventura | 177 kW (240 PS) | rund 9,4 l/100 km | 900 bis 1.100 Euro |
Kraftstoff kommt in jedem Fall obendrauf, er ist in keiner Langzeitmiete enthalten. Bei 1.000 Kilometern im Monat und 8,5 Litern Diesel sind das je nach Preisniveau 130 bis 160 Euro zusätzlich, im Anhängerbetrieb mit 12 bis 14 Litern entsprechend mehr. Welche Positionen sonst in der Rate stecken, haben wir im Überblick zum Leistungsumfang aufgeschlüsselt.
Die Laufzeit bewegt den Preis stärker als die Ausstattung. Zulassung, Aufbereitung, Überführung und kalkulierte Standzeit fallen einmal an und werden auf die Vertragsmonate umgelegt. Zwischen einem Dreimonatsvertrag und einem Zweijahresvertrag liegen beim identischen Fahrzeug 25 bis 40 % Ratenunterschied. Beim Kilometerpaket geht die Rechnung andersherum: Mehrkilometer werden bei Pickups meist mit 0,20 bis 0,35 Euro abgerechnet, 1.000 Zusatzkilometer im Monat summieren sich über ein Jahr auf 2.400 bis 4.200 Euro. Wie sich die Stufen wählen lassen, steht im Beitrag zum Kilometerpaket in der Langzeitmiete. Was tatsächlich buchbar ist, sehen Sie bei den aktuellen Fahrzeugen in der Langzeitmiete.
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Die Motoren im Vergleich
In Deutschland wird der Amarok fast ausschließlich als Doppelkabine mit vier Türen und fünf Sitzen angeboten. Die Einzelkabine mit langer Pritsche ist die Ausnahme und in Mietflotten kaum zu finden. Der Unterschied, der bleibt, ist der Motor.
2.0 TDI mit 170 oder 205 PS
Der Vierzylinder deckt ab, wofür ein Pickup im Betrieb meistens da ist: Material zur Baustelle, Werkzeug zurück, gelegentlich ein Anhänger mit 1,5 bis 2 Tonnen. Die 205-PS-Variante hat gegenüber der 170-PS-Version vor allem beim Zwischenspurt und am Berg Reserven, im Verbrauch trennen die beiden rund 0,4 Liter. Wer ohnehin selten über 100 km/h fährt und im Stadt- und Baustellenverkehr unterwegs ist, kommt mit der kleineren Version aus und spart 60 bis 90 Euro im Monat.
3.0 V6 TDI mit 240 PS
Der Sechszylinder liefert 600 Newtonmeter und arbeitet unter Last spürbar ruhiger. Bezahlt wird das mit rund 1,3 Litern Mehrverbrauch auf 100 Kilometer und 150 bis 250 Euro mehr Monatsrate. Das rechnet sich, wenn regelmäßig 2,5 Tonnen am Haken hängen und lange Autobahnetappen dazukommen. Für ein Fahrzeug, das vor allem wegen der Ladefläche gemietet wird, zahlen Sie beim V6 für Leistung, die nie abgerufen wird.
Nutzlast, Anhängelast und Führerschein
Volkswagen gibt für den Amarok je nach Variante bis zu rund 1.160 Kilogramm Nutzlast und 3.500 Kilogramm gebremste Anhängelast an. Die Ladefläche der Doppelkabine misst rund 1,55 Meter in der Länge, zwischen den Radkästen liegt eine Europalette quer. Das sind die Prospektwerte. Das Fahrzeug, das am Übergabetag vor der Tür steht, kann davon abweichen.
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Was von der Nutzlast übrig bleibt
Jedes Anbauteil geht direkt von der Nutzlast ab. Ein Hardtop wiegt 60 bis 90 Kilogramm, eine feste Anhängerkupplung rund 30, ein Unterfahrschutz noch einmal 40. Sitzen vier Personen im Fahrzeug, sind weitere 300 Kilogramm weg. Von 1.160 Kilogramm bleiben dann realistisch 700 bis 800 übrig. Fragen Sie deshalb nach der Nutzlast aus der Zulassungsbescheinigung des konkreten Fahrzeugs und nicht nach dem Katalogwert. Klären Sie im selben Zug, ob eigene Aufbauten während der Mietzeit erlaubt sind. Ein nachträglich gebohrtes Loch in der Ladefläche wird bei der Rückgabe berechnet.
Klasse B, B96 oder BE
Mit rund 3.350 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse bleibt der Amarok innerhalb der Führerscheinklasse B, die bis 3.500 Kilogramm gilt (§ 6 FeV). Eng wird es mit Anhänger. Zugfahrzeug und Anhänger zusammen dürfen mit Klasse B nur 3.500 Kilogramm wiegen, was bei einem 3,35-Tonnen-Pickup einen Anhänger von 150 Kilogramm zulässt. Mit der Schlüsselzahl B96 sind es 4.250 Kilogramm Gesamtzuggewicht, mit der Klasse BE bis zu 7.000 Kilogramm bei maximal 3.500 Kilogramm Anhängermasse. Die beworbenen 3,5 Tonnen Anhängelast lassen sich ohne BE also nicht ausfahren. Prüfen Sie Ihre Fahrerlaubnis vor der Buchung.
Amarok, Ranger oder doch ein Kastenwagen
Amarok und Ford Ranger sind technisch weitgehend deckungsgleich und unterscheiden sich in Innenraumgestaltung, Ausstattungsdetails und Preisstellung. Bei der Langzeitmiete entscheidet fast immer die Verfügbarkeit im Bestand. Wer beide Modelle akzeptiert, verkürzt die Wartezeit auf die Übergabe deutlich. Ein Blick auf die verfügbaren Langzeitmiet-Fahrzeuge zeigt schneller, was geht, als eine Anfrage zu einem einzelnen Modell.
Wichtiger ist die Frage davor: Muss es überhaupt ein Pickup sein. Die Ladefläche liegt offen, ist ohne Hardtop nicht abschließbar und mit 1,55 Metern kürzer als der Laderaum jedes Kastenwagens. Für Werkzeug, Material und Maschinen, die trocken und diebstahlsicher bleiben sollen, ist ein Transporter die günstigere und praktischere Lösung. Der Amarok hat seinen Platz dort, wo Anhängelast, Bodenfreiheit von rund 237 Millimetern und permanenter Allradantrieb zusammenkommen müssen. Die Alternative haben wir in der Transporter-Langzeitmiete durchgerechnet. Wer wissen will, wie sich das Mietmodell grundsätzlich vom Leasing unterscheidet, findet die Gegenüberstellung unter Langzeitmiete und Leasing im Vergleich.
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Kfz-Steuer und private Nutzung
Die Langzeitmiete ist rechtlich ein Mietvertrag. Halter bleibt der Vermieter, es gibt keine Restwertabrechnung und in der Regel keine Anzahlung. Die Kfz-Steuer zahlt ebenfalls der Vermieter und rechnet sie in die Rate ein. Sie erklärt, warum zwei äußerlich ähnliche Pickups unterschiedlich bepreist sein können: Fahrzeuge bis 2,8 Tonnen zulässiger Gesamtmasse werden regelmäßig als Pkw besteuert, darüber kommt eine Einstufung als Lkw in Betracht, wenn die Ladefläche größer ist als die zur Personenbeförderung dienende Fläche (BFH, Urteil vom 10.02.2010, Az. II R 6/08). Nach der Gewichtsstaffel für Lkw kostet ein Fahrzeug mit rund 3,3 Tonnen etwa 190 Euro Kfz-Steuer im Jahr (§ 9 Abs. 1 Nr. 3 KraftStG), ein Diesel-Pkw mit vergleichbaren CO2-Werten liegt darüber (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 KraftStG).
Überlassen Sie das Fahrzeug einem Mitarbeiter auch zur privaten Nutzung, gilt die pauschale Bewertung mit 1 % des inländischen Bruttolistenpreises je Monat (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG). Grundlage ist der Listenpreis des Fahrzeugs, nicht die Mietrate. Bei einem Amarok mit 65.000 Euro Listenpreis sind das 650 Euro geldwerter Vorteil im Monat, dazu 0,03 % je Entfernungskilometer für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Ein Amarok in der Aventura-Ausstattung fällt schwerlich unter die Ausnahme für reine Werkstattfahrzeuge. Wie sich Mietfahrzeuge im Fuhrpark abbilden lassen, steht im Beitrag zum Firmenwagen in der Langzeitmiete.
Was Sie vor der Übergabe klären sollten
Drei Punkte sorgen beim Amarok häufiger für Diskussionen als bei einem Pkw.
- Abmessungen: 5,35 Meter Länge und 1,91 Meter Breite ohne Spiegel passen nicht auf jeden Stellplatz. Die Garagenverordnungen der Länder sehen häufig 5,00 Meter Länge und 2,30 bis 2,50 Meter Breite vor. In Tiefgaragen kommt die Höhe von rund 1,89 Metern dazu.
- Anhängerbetrieb: Kupplung, zulässige Stützlast und Führerscheinklasse müssen zusammenpassen. Steht die Kupplung nicht in der Buchung, ist sie meist auch nicht verbaut.
- Zustand der Ladefläche: Kratzer im Laderaum sind normaler Gebrauch, Verformungen und durchgescheuerte Stellen sind es nicht. Fotografieren Sie die Ladefläche bei der Übernahme.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein VW Amarok in der Langzeitmiete pro Monat?
Bei 12 bis 24 Monaten Laufzeit und rund 1.000 Kilometern im Monat liegen die Raten je nach Motor und Ausstattung zwischen 650 und 1.100 Euro. Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und Zulassung sind enthalten, Kraftstoff nicht. Laufzeiten unter 6 Monaten liegen spürbar darüber.
Wie lange kann ich einen Amarok mieten?
Üblich sind 1 bis 48 Monate. Verträge über 1 bis 3 Monate decken Projektspitzen und Ausfälle ab, 12 bis 24 Monate sind bei Pickups die preislich günstigste Spanne. Eine Verlängerung ist meist möglich, solange das Fahrzeug nicht bereits weitervermietet ist.
Brauche ich für den Amarok einen Lkw-Führerschein?
Nein. Mit rund 3,35 Tonnen zulässiger Gesamtmasse bleibt der Amarok in der Klasse B. Sobald ein schwerer Anhänger dazukommt, brauchen Sie B96 oder BE, weil Zugfahrzeug und Anhänger zusammen mit Klasse B auf 3.500 Kilogramm begrenzt sind.
Kann ich den Amarok auch privat mieten?
Ja. Die Langzeitmiete steht Privatpersonen und Unternehmen offen, geprüft wird in beiden Fällen die Bonität. Privat wird ein Amarok vor allem für Hausumbauten, Pferdeanhänger und Bootstransporte in der Saison gemietet.
Ist auf miet24.de dauerhaft ein Amarok verfügbar?
Wir bei miet24 arbeiten mit einer Flotte von rund 2.800 Fahrzeugen, in der Pickups eine kleine Position sind. Ein bestimmtes Modell in einer bestimmten Ausstattung ist deshalb nicht dauerhaft garantiert. Sinnvoll ist es, den aktuellen Bestand anzusehen und einen Ford Ranger als technisch gleichwertige Alternative mitzudenken.
VW Amarok Langzeitmiete passt dort, wo ein Zugfahrzeug mit offener Ladefläche für einen absehbaren Zeitraum gebraucht wird und ein Leasing über 48 Monate zeitlich zu lang wäre. Rechnen Sie vor der Buchung drei Dinge durch: die verbleibende Nutzlast nach Abzug aller Aufbauten, die realistische Kilometerleistung pro Monat und die Führerscheinklasse für den geplanten Anhängerbetrieb. Stimmt das Profil, prüfen Sie das Langzeitmiete-Angebot von miet24.de auf verfügbare Fahrzeuge und Laufzeiten.
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