Auto von privat mieten: So funktioniert Carsharing zwischen Privatpersonen

Auto mieten von privat bedeutet, dass Sie nicht bei einer großen Vermietstation buchen, sondern direkt beim Nachbarn, einem Privatmann zwei Straßen weiter oder einer Familie in der nächsten Stadt. Das Fahrzeug steht ohnehin die meiste Zeit ungenutzt vor der Tür. Sie zahlen oft weniger als an der klassischen Mietstation und holen den Wagen dort ab, wo Sie ihn brauchen.

Privates Carsharing ist in Deutschland in den letzten Jahren von einer Nische zu einer ernsthaften Alternative zum klassischen Mietwagen geworden. Apps und Plattformen vermitteln heute zwischen Menschen, die ein Auto haben, und Menschen, die eines brauchen. Doch wer von privat mietet oder das eigene Fahrzeug verleiht, sollte ein paar Punkte kennen, bevor der Schlüssel den Besitzer wechselt.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt, Steuerberater oder Ihre Versicherung.

ThemaDetails
Was ist P2P-CarsharingVermietung privater Fahrzeuge zwischen Privatpersonen per App
VersicherungEigene Police über die Plattform, nicht die private Kfz-Versicherung
Kosten für MieterHäufig ab rund 20 Euro pro Tag, je nach Fahrzeug
Einnahmen für VermieterBis zu mehreren Hundert Euro pro Monat möglich
Pflicht für beide SeitenÜbergabeprotokoll, klare Absprachen, Führerscheinprüfung
SteuerFreigrenze 256 Euro pro Jahr bei gelegentlicher Vermietung

Der deutsche Carsharing-Markt ist zuletzt deutlich gewachsen: Anfang 2024 waren rund 5,5 Millionen Menschen bei Carsharing-Anbietern registriert (Bundesverband CarSharing, 2024). Ein wachsender Teil davon nutzt nicht stationäre Flotten, sondern private Fahrzeuge von anderen Nutzern. Der Grund ist einfach: Ein durchschnittliches Privatauto in Deutschland steht etwa 23 Stunden am Tag still (Umweltbundesamt, 2023). Dieses ungenutzte Potenzial macht privates Carsharing für beide Seiten interessant.

Wir bei miet24 verstehen uns als Marktplatz, der Mieter und Anbieter zusammenbringt. Statt einer einzigen Flotte finden Sie hier private Fahrzeuge von Menschen in Ihrer Nähe. In diesem Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wie das Mieten von privat funktioniert, worauf Sie bei Versicherung und Übergabe achten müssen und wie Sie als Vermieter mit dem eigenen Auto Geld verdienen.

Was bedeutet Auto mieten von privat?

Beim privaten Autoverleih mieten Sie ein Fahrzeug nicht von einem gewerblichen Unternehmen, sondern von einer anderen Privatperson. Die Vermittlung läuft in der Regel über eine Plattform oder App, die beide Seiten zusammenbringt, die Buchung abwickelt und die Versicherung organisiert.

Das Prinzip ähnelt dem, was Airbnb für Wohnungen ist. Nur eben für Autos. Wer ein Fahrzeug besitzt, das oft herumsteht, bietet es anderen für Stunden, Tage oder Wochen an. Wer kurzfristig ein Auto braucht, findet eines in der Nachbarschaft.

Der Begriff privates Carsharing wird oft synonym verwendet, gemeint ist dasselbe Modell. International spricht man von Peer-to-Peer-Carsharing, kurz P2P. Plattformen wie Turo oder Getaround haben das Modell im Ausland bekannt gemacht. In Deutschland gibt es mit Shary aus Bonn ein eigenes Pendant.

Der Unterschied zum klassischen Mietwagen

Ein klassischer Mietwagen kommt von einem Unternehmen mit eigener Flotte und festen Stationen. Sie buchen, holen den Wagen an der Station ab und geben ihn dort wieder zurück. Die Auswahl ist standardisiert, die Preise sind oft höher, dafür ist der Ablauf eingespielt.

Beim Mieten von privat ist das Fahrzeug ein individuelles Privatauto. Mal ein Kleinwagen für die Stadt, mal ein Kombi für den Umzug, mal ein Wohnmobil für den Urlaub. Die Übergabe findet dort statt, wo der Vermieter wohnt. Das spart oft den Weg zur Station und macht die Auswahl persönlicher.

Klingt unkompliziert? Es gibt einen wichtigen Unterschied bei der Absicherung. Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.

Für wen sich privates Mieten lohnt

Privates Carsharing passt zu Menschen, die nur gelegentlich ein Auto brauchen und keinen eigenen Wagen unterhalten wollen. Wer in der Stadt lebt, gut mit Bus und Bahn auskommt und nur für den Wochenendausflug oder den Möbelkauf ein Fahrzeug benötigt, fährt mit Mieten finanziell oft besser als mit einem eigenen Auto.

Stadtbewohner ohne eigenen Pkw sparen sich Anschaffung, Versicherung, Steuer und Parkplatzsuche. Sie buchen nur, wenn sie wirklich fahren.

Gelegentlich-Fahrer mit speziellem Bedarf finden bei Privaten oft genau das passende Modell, etwa einen Transporter für einen Umzug oder einen Anhänger-tauglichen SUV.

Reisende mieten am Urlaubsort ein privates Fahrzeug, oft günstiger und persönlicher als an der Flughafenstation.

Versicherung beim Mieten von privat: der wichtigste Punkt

Die Versicherung ist beim privaten Autoverleih nicht eine Randnotiz, sondern die zentrale Frage. Die normale Kfz-Versicherung eines privaten Fahrzeughalters deckt in den meisten Fällen nicht ab, wenn ein fremder Mieter das Auto fährt und einen Schaden verursacht. Genau hier entscheidet sich, ob privates Mieten sicher ist oder zum finanziellen Risiko wird.

Seriöse Plattformen lösen dieses Problem über eine eigene Versicherung, die für jede einzelne Buchung greift. Diese Police läuft unabhängig von der privaten Versicherung des Halters und deckt sowohl Haftpflicht als auch in der Regel eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung ab.

Wichtig zu wissen: Wer ohne eine solche Plattform-Versicherung privat verleiht, riskiert im Schadensfall, dass die eigene Versicherung die Zahlung verweigert. Im schlimmsten Fall bleibt der Vermieter auf den Kosten sitzen oder verliert den Versicherungsschutz.

Was eine gute Plattform-Versicherung abdeckt

Haftpflicht deckt Schäden, die der Mieter Dritten zufügt. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und in jeder seriösen Buchung enthalten.

Kasko deckt Schäden am gemieteten Fahrzeug selbst. Üblich ist eine Selbstbeteiligung, die der Mieter im Schadensfall trägt, häufig zwischen 500 und 1.500 Euro.

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Pannenhilfe ist bei vielen Plattformen ebenfalls Teil des Pakets, damit Mieter im Fall einer Panne nicht allein dastehen.

Bei Shary etwa ist jede Buchung über die VHV Versicherung abgesichert. Das nimmt sowohl Mietern als auch Vermietern die größte Sorge, denn der private Vertrag des Halters wird im Mietfall nicht belastet.

Was Vermieter vorab klären sollten

Auch wenn die Plattform die Versicherung stellt, sollten Vermieter einen Blick in ihren eigenen Vertrag werfen. Manche privaten Kfz-Versicherer wollen über eine gewerbliche oder gelegentliche Vermietung informiert werden, selbst wenn diese über eine separate Police läuft.

Prüfen Sie vor der ersten Vermietung, ob Ihr Versicherer Einwände hat. Ein kurzer Anruf schafft Klarheit und schützt Sie vor späteren Überraschungen.

So funktioniert die Buchung Schritt für Schritt

Der Ablauf beim auto mieten von privat ist heute weitgehend digitalisiert. Vom Suchen bis zur Rückgabe läuft fast alles über die App der jeweiligen Plattform. Der Reihe nach.

Schritt 1: Fahrzeug suchen und auswählen

Sie geben Standort, Zeitraum und gewünschte Fahrzeugklasse ein. Die Plattform zeigt verfügbare private Fahrzeuge in Ihrer Nähe, oft mit Fotos, Bewertungen und genauer Beschreibung. Sie sehen den Preis pro Stunde, Tag oder Woche und die Konditionen direkt im Inserat.

Schritt 2: Anfrage und Bestätigung

Bei vielen Plattformen buchen Sie direkt, bei anderen senden Sie eine Anfrage, die der Vermieter bestätigt. Spätestens jetzt hinterlegen Sie Ihre Daten, Ihren Führerschein und ein Zahlungsmittel. Die Plattform prüft in der Regel die Gültigkeit des Führerscheins.

Schritt 3: Übergabe vor Ort

Zur vereinbarten Zeit treffen Sie den Vermieter. Gemeinsam gehen Sie das Fahrzeug durch, halten den Kilometerstand und Tankstand fest und dokumentieren bestehende Schäden. Dieses Übergabeprotokoll ist für beide Seiten der wichtigste Schutz. Mehr dazu im nächsten Kapitel.

Schritt 4: Fahren und zurückgeben

Sie nutzen das Auto im vereinbarten Rahmen, halten sich an das Kilometerkontingent und geben es vollgetankt oder im vereinbarten Zustand zurück. Bei der Rückgabe wird das Fahrzeug erneut geprüft. Stimmt alles, ist die Buchung abgeschlossen und die Kaution wird freigegeben.

Das Übergabeprotokoll: Schutz für beide Seiten

Ohne Übergabeprotokoll gibt es bei privatem Carsharing keine Sicherheit. Es ist das Dokument, das im Streitfall zeigt, in welchem Zustand das Fahrzeug übergeben und zurückgegeben wurde. Beide Seiten profitieren davon, denn es schützt den Mieter vor Vorwürfen für Altschäden und den Vermieter vor unbemerkten neuen Schäden.

Viele Plattformen bieten ein digitales Protokoll direkt in der App an. Wo das nicht der Fall ist, sollten Sie selbst eines anfertigen. Es kostet fünf Minuten und kann Sie vor Streit um mehrere Hundert Euro bewahren.

Was ins Protokoll gehört

Kilometerstand bei Übergabe und Rückgabe, damit das vereinbarte Kontingent nachvollziehbar ist.

Tankfüllung zu Beginn und Ende, da viele Verträge eine Rückgabe mit gleichem Füllstand vorsehen.

Vorhandene Schäden mit Fotos, am besten von allen vier Seiten und dem Innenraum. Kratzer, Dellen und Steinschläge gehören dokumentiert.

Ausstattung und Zubehör wie Ladekabel, Warnweste, Verbandskasten oder Kindersitz, falls vereinbart.

Fotos sind Ihr bester Beweis

Ein Foto sagt mehr als jede schriftliche Notiz. Machen Sie zu Beginn und am Ende der Miete Aufnahmen mit Zeitstempel. So lässt sich später eindeutig klären, ob ein Schaden während Ihrer Mietzeit entstanden ist oder schon vorher bestand. Bei digitalen Protokollen werden diese Fotos automatisch der Buchung zugeordnet.

Was kostet es, ein Auto von privat zu mieten?

Die Preise beim privaten Autoverleih liegen häufig unter denen klassischer Stationen, weil keine teure Infrastruktur und kein Personal an einer Theke finanziert werden müssen. Die genaue Höhe hängt von Fahrzeugklasse, Region und Mietdauer ab.

Für einen Kleinwagen beginnen die Tagespreise bei manchen Plattformen bei rund 20 Euro. Größere Fahrzeuge, Transporter oder Wohnmobile kosten entsprechend mehr. Wer länger mietet, zahlt pro Tag meist weniger, da viele Vermieter Wochen- oder Wochenendrabatte anbieten.

FahrzeugklasseTypischer Tagespreis privatGeeignet für
Kleinwagenab rund 20 bis 35 EuroStadt, kurze Strecken, Einkauf
Mittelklasse / Kombirund 35 bis 60 EuroFamilienausflug, Umzug, längere Fahrten
SUV / Vanrund 50 bis 90 Euroviele Personen, Anhänger, Gepäck
Transporterrund 60 bis 110 EuroUmzug, Sperrgut, Transport
Wohnmobilrund 80 bis 180 EuroUrlaub, Reise, mehrere Tage

Die Werte sind Orientierungsspannen und schwanken je nach Anbieter, Alter des Fahrzeugs und Nachfrage. In Großstädten und zur Ferienzeit liegen die Preise tendenziell höher.

Diese Kosten kommen eventuell dazu

Kaution wird vor der Fahrt hinterlegt und nach schadensfreier Rückgabe erstattet. Sie deckt die Selbstbeteiligung im Schadensfall ab.

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Zusätzliche Kilometer kosten extra, wenn Sie das im Preis enthaltene Kontingent überschreiten. Achten Sie auf die Freikilometer pro Tag.

Reinigung oder Betankung können berechnet werden, wenn Sie das Fahrzeug nicht im vereinbarten Zustand zurückgeben.

Wenn Sie ein Fahrzeug nicht nur für wenige Tage, sondern über Monate brauchen, kann sich statt der Kurzzeitmiete eine Langzeitmiete eines Fahrzeugs eher rechnen. Die Langzeitmiete ist eine Alternative zwischen Kurzzeitmiete und Kauf.

Privates Carsharing in Deutschland: Shary und der Markt

Lange war P2P-Carsharing in Deutschland vor allem durch internationale Namen geprägt. Plattformen wie Turo oder Getaround machten das Modell im Ausland populär. Inzwischen gibt es mit Shary einen deutschen Anbieter, der das Prinzip auf den hiesigen Markt zugeschnitten hat.

Shary ist die deutsche P2P-Carsharing-Plattform aus Bonn und Teil des miet24-Netzwerks. Über die App werden private Fahrzeuge für Stunden, Tage oder Wochen vermittelt. Der Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Raum, was Vorteile bei Sprache, Recht und Versicherung bringt.

Für Mieter beginnen die Preise bei Shary bei rund 20 Euro pro Tag, buchbar flexibel von einer Stunde bis zu einer Woche. Jede Buchung ist über die VHV Versicherung abgesichert, was die Versicherungsfrage von Anfang an klärt.

Warum ein deutscher Anbieter Vorteile hat

Ein Anbieter aus Deutschland kennt die hiesigen Anforderungen an Versicherung, Datenschutz und Vertragsrecht. Im Schadensfall haben Sie einen Ansprechpartner im selben Rechtsraum, und die Kommunikation läuft auf Deutsch. Das senkt die Hürde, gerade für Menschen, die zum ersten Mal von privat mieten.

Wenn internationale Plattformen wie Turo oder Getaround genannt werden, lohnt der Blick auf deutsche Anbieter wie Shary aus Bonn. So nutzen Sie das Modell, behalten aber die Vorteile eines lokalen Ansprechpartners.

Nachhaltigkeit als Argument

Privates Carsharing hat einen ökologischen Effekt. Bestehende Fahrzeuge werden effizienter genutzt, statt dass jeder Haushalt ein eigenes Auto anschafft. Studien gehen davon aus, dass ein geteiltes Fahrzeug mehrere private Pkw ersetzen kann (Bundesverband CarSharing, 2024). Wer ein vorhandenes Auto teilt, spart die CO2-Bilanz eines Neuwagens. Das macht das Modell für umweltbewusste Nutzer attraktiv.

Das eigene Auto an Privatpersonen vermieten

Wer ein Auto besitzt, das oft ungenutzt herumsteht, kann es vermieten und damit Einnahmen erzielen. Das eigene Fahrzeug zu teilen, ist über Plattformen heute unkompliziert und durch die Plattform-Versicherung abgesichert. Bis zu mehrere Hundert Euro pro Monat sind je nach Fahrzeug und Auslastung möglich, bei Shary bis zu 800 Euro monatlich.

Bevor Sie starten, sollten Sie ein paar Punkte regeln. Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Fahrzeuge vermieten und langfristig nutzen. Die Grundlagen fassen wir hier zusammen.

Voraussetzungen für Vermieter

Zustand des Fahrzeugs sollte verkehrssicher und gepflegt sein. Ein gültiger TÜV und ein technisch einwandfreier Wagen sind Pflicht.

Versicherung über die Plattform muss gewährleistet sein, damit Sie im Mietfall abgesichert sind und Ihre private Police nicht belastet wird.

Klare Konditionen wie Kilometerkontingent, erlaubte Nutzung und Rückgabezustand legen Sie im Inserat fest, damit es keine Missverständnisse gibt.

So prüfen Sie Ihre Mieter

Seriöse Plattformen prüfen den Führerschein des Mieters. Werfen Sie zusätzlich einen Blick auf die Bewertungen, die andere Vermieter hinterlassen haben. Bei der Übergabe lassen Sie sich den Führerschein zeigen und gleichen die Daten ab. Eine kurze, freundliche Kontrolle ist normal und wird von zuverlässigen Mietern akzeptiert.

Steuerliche Einordnung der Einnahmen

Gelegentliche Vermietung ist bis zu einer Freigrenze von 256 Euro pro Jahr nach Paragraf 22 Nummer 3 EStG steuerfrei. Überschreiten Ihre Einnahmen diese Grenze, sind sie grundsätzlich in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Wer regelmäßig und in größerem Umfang vermietet, kann unter Umständen als gewerblich eingestuft werden. Wie Ihre konkrete Situation einzuordnen ist, klären Sie am besten mit einem Steuerberater. Der Hinweis am Anfang dieses Artikels gilt hier in vollem Umfang.

Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter

Beim privaten Autoverleih entsteht ein Mietvertrag zwischen zwei Privatpersonen. Auch wenn die Plattform vieles regelt, sollten beide Seiten ihre Rechte und Pflichten kennen. Das vermeidet Streit und schafft Vertrauen.

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Pflichten des Mieters

Der Mieter muss das Fahrzeug pfleglich behandeln, sich an das vereinbarte Kilometerkontingent halten und es im vereinbarten Zustand zurückgeben. Schäden sind unverzüglich zu melden. Wer das Auto außerhalb der Absprachen nutzt, etwa für gewerbliche Fahrten oder eine Fahrt ins Ausland ohne Erlaubnis, riskiert den Versicherungsschutz.

Pflichten des Vermieters

Der Vermieter stellt ein verkehrssicheres Fahrzeug bereit, das den Angaben im Inserat entspricht. Er informiert über Besonderheiten und sorgt dafür, dass die Versicherung greift. Verschwiegene Mängel oder ein nicht verkehrssicheres Auto können zu Haftungsfragen führen.

Keine bösen Überraschungen. Klare Absprachen von Anfang an. Das ist die Basis für jede gelungene Privatmiete.

Privat mieten oder klassischen Mietwagen: was passt wann?

Beide Modelle haben ihre Stärken. Welches besser passt, hängt von Ihrem Bedarf ab. Wer Wert auf maximale Flexibilität an festen Stationen und rund um die Uhr besetzte Schalter legt, ist mit einem klassischen Anbieter oft gut bedient. Wer ein bestimmtes Fahrzeug, einen Abholort in der Nähe und einen günstigeren Preis sucht, fährt mit privatem Carsharing meist besser.

Seien wir ehrlich: Es gibt nicht die eine richtige Wahl. Für die spontane Fahrt am Flughafen kann der klassische Mietwagen praktischer sein. Für den geplanten Wochenendausflug oder den Umzug am Samstag ist das Privatfahrzeug aus der Nachbarschaft oft die bessere Lösung.

Wann der klassische Mietwagen Vorteile hat

Brauchen Sie ein Fahrzeug sehr kurzfristig, zu ungewöhnlichen Zeiten oder an einem Verkehrsknotenpunkt wie einem Flughafen, spielt der klassische Anbieter seine Stärken aus. Die Flotte ist groß, der Ablauf standardisiert und die Verfügbarkeit hoch. Auch wer einen Einwegmietvertrag braucht, also Abholung und Rückgabe an verschiedenen Orten, findet das eher bei großen Vermietern.

Wann privates Carsharing die bessere Wahl ist

Planen Sie im Voraus und suchen Sie ein konkretes Fahrzeug zu einem fairen Preis, ist das Mieten von privat oft überlegen. Sie finden Modelle, die an klassischen Stationen selten verfügbar sind, etwa ein Wohnmobil, einen Pick-up oder einen elektrischen Kleinwagen. Der Abholort liegt häufig näher als die nächste Station. Und der persönliche Kontakt zum Vermieter schafft Vertrauen.

Wer noch unschlüssig ist, ob sich ein eigenes Fahrzeug überhaupt lohnt, sollte den Vergleich zur dauerhaften Nutzung ziehen. Eine monatliche Langzeitmiete kann bei häufiger Nutzung über viele Monate günstiger sein als jede Kurzzeitlösung.

Tipps für eine reibungslose Privatmiete

Damit das Mieten von privat für beide Seiten angenehm läuft, helfen ein paar einfache Regeln aus der Praxis. In der Praxis sieht das so aus:

Früh buchen erhöht die Auswahl, besonders an Wochenenden und in der Ferienzeit, wenn die Nachfrage steigt.

Bewertungen lesen gibt Ihnen ein Gefühl für die Zuverlässigkeit des Vermieters oder Mieters. Plattformen mit Bewertungssystem schaffen Transparenz.

Alles dokumentieren vom Übergabeprotokoll bis zu den Fotos schützt Sie im Streitfall. Lieber einmal zu viel fotografiert als einmal zu wenig.

Kommunikation suchen klärt Fragen schneller als jede Klausel. Ein kurzes Gespräch bei der Übergabe schafft Vertrauen und beugt Missverständnissen vor.

Konditionen genau lesen bevor Sie buchen, damit Sie Kilometerkontingent, Kaution und Rückgabebedingungen kennen. So gibt es bei der Abrechnung keine Überraschungen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Auto mieten von privat

Ist es legal, ein Auto von privat zu mieten?

Ja, das Mieten und Vermieten privater Fahrzeuge ist in Deutschland legal. Wichtig ist, dass der Versicherungsschutz für den Mietfall geklärt ist und idealerweise über eine Plattform-Versicherung läuft. Ohne passende Versicherung kann es im Schadensfall teuer werden.

Wie bin ich beim privaten Carsharing versichert?

Seriöse Plattformen schließen für jede Buchung eine eigene Versicherung ab, die Haftpflicht und in der Regel eine Kaskoversicherung mit Selbstbeteiligung umfasst. Die private Kfz-Versicherung des Halters greift im Mietfall meist nicht. Prüfen Sie vor der Buchung immer, welche Police gilt.

Was kostet es, ein Auto von privat zu mieten?

Die Preise beginnen bei manchen Anbietern bei rund 20 Euro pro Tag für einen Kleinwagen und steigen je nach Fahrzeugklasse, Region und Mietdauer. Größere Fahrzeuge, Transporter und Wohnmobile kosten entsprechend mehr. Bei längerer Mietdauer sinkt oft der Tagespreis.

Welche Unterlagen brauche ich als Mieter?

Sie benötigen einen gültigen Führerschein, ein akzeptiertes Zahlungsmittel und in der Regel ein verifiziertes Plattform-Konto. Manche Anbieter setzen ein Mindestalter und eine Mindestdauer des Führerscheinbesitzes voraus. Diese Angaben finden Sie in den Konditionen.

Muss ich Einnahmen aus der Vermietung versteuern?

Gelegentliche Vermietung ist bis zu einer Freigrenze von 256 Euro pro Jahr nach Paragraf 22 Nummer 3 EStG steuerfrei. Darüber hinaus sind die Einnahmen grundsätzlich anzugeben. Bei regelmäßiger Vermietung sollten Sie die Einordnung mit einem Steuerberater klären.

Wo finde ich auf miet24.de Fahrzeuge von privat?

Auf miet24.de bringen wir Mieter und private Anbieter zusammen. Über das Netzwerk, zu dem auch die P2P-Plattform Shary aus Bonn gehört, finden Sie private Fahrzeuge in Ihrer Nähe, abgesichert über eine Buchungsversicherung. Sie können nach Standort, Fahrzeugklasse und Zeitraum filtern.


Auto mieten von privat ist eine flexible und oft günstige Alternative zum klassischen Mietwagen, wenn Versicherung, Übergabe und Konditionen sauber geklärt sind. Wer die Versicherungsfrage über eine Plattform absichert und ein Übergabeprotokoll anfertigt, mietet entspannt und sicher. Mit Anbietern wie Shary aus Bonn wird privates Carsharing in Deutschland immer einfacher und transparenter. Private Fahrzeuge von Nachbarn finden Sie auf miet24.de.