Biegemaschine mieten: Rohre, Bleche und Betonstahl biegen ohne Kauf

Für ein Geländer, eine Heizungsleitung oder Bewehrungsbügel braucht man keine Werkstattausstattung. Biegemaschine mieten kostet 30 bis 150 Euro pro Tag, und die meisten Projekte sind in wenigen Stunden erledigt. Entscheidend ist, die richtige Maschine für das Material zu wählen: Rohr, Blech und Betonstahl werden mit völlig unterschiedlichen Geräten gebogen.

Was die Miete kostet

MaschineMaterialTagesmiete
Hand-Rohrbieger mit SegmentenKupfer, Weichstahl bis 22 mm15 bis 30 Euro
Hydraulische RohrbiegemaschineStahlrohr bis 2 Zoll, Edelstahl40 bis 90 Euro
Abkantbank, manuell (bis 1,25 m)Blech bis 1,5 mm30 bis 60 Euro
Abkantbank, motorisch (bis 2 m)Blech bis 3 mm90 bis 150 Euro
Betonstahl-BiegemaschineBewehrungsstahl bis 32 mm60 bis 120 Euro
Ringbiegemaschine, DreiwalzenProfile und Flachstahl80 bis 140 Euro

Kaution 100 bis 500 Euro je nach Maschine. Biegesegmente und Matrizen für Sondermaße kosten 5 bis 15 Euro extra. Schwere Maschinen werden auf Palette geliefert, 40 bis 100 Euro je Strecke.

Welche Maschine für welches Material

Rohre: Dünnwandige Kupfer- und Verbundrohre mit dem Handbieger, Stahl- und Edelstahlrohre mit hydraulischer Maschine. Wichtig ist der Mindestbiegeradius: etwa das 3-fache des Rohrdurchmessers, sonst knickt das Rohr innen ein.

Bleche: Abkantbänke biegen gerade Kanten für Abdeckungen, Kästen und Verkleidungen. Die Blechstärke bestimmt die Maschine, der Biegeradius liegt bei mindestens der Blechstärke.

Betonstahl: Bügel und Haken für Fundamente, Ringanker oder Stürze biegen Sie mit einer Betonstahl-Biegemaschine. Sie arbeitet mit Anschlag und Winkelvorgabe, sodass alle Bügel gleich werden.

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Profile und Rundungen: Für Bögen, Ringe und Geländer-Handläufe kommt eine Dreiwalzen-Ringbiegemaschine zum Einsatz, die das Material schrittweise rundet.

So gehen Sie vor

  1. Material und Maße festlegen. Durchmesser, Wandstärke, Biegewinkel und Radius notieren, dem Vermieter nennen.
  2. Probestück biegen. Rückfederung einplanen: Stahl federt je nach Sorte 2 bis 5 Grad zurück, daher etwas überbiegen.
  3. Anschlag setzen. Bei mehreren gleichen Teilen den Anschlag fixieren, dann stimmen alle Winkel.
  4. Langsam biegen. Bei Hydraulik in mehreren Hüben, bei Blech mit gleichmäßigem Druck über die ganze Kante.
  5. Kontrolle mit Winkelmesser nach jedem Teil.

Typische Fehler

Falscher Radius. Zu enge Biegungen reißen außen und knicken innen. Segment passend zum Rohrdurchmesser wählen.

Naht falsch positioniert. Bei geschweißten Rohren muss die Naht seitlich liegen, nicht innen oder außen im Bogen.

Blech ohne Schutz. Beschichtete oder Edelstahlbleche kratzen an der Biegewange. Folie drauflassen oder Schutzstreifen einlegen.

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Sicherheit und Ausstattung

Biegen setzt Kraft frei, die sich beim Rueckfedern schlagartig entlaedt. Halten Sie die Haende aus dem Schwenkbereich der Biegewange und arbeiten Sie nie mit Verlaengerungen am Hebel, die der Hersteller nicht vorgesehen hat. Handschuhe und Schutzbrille gehoeren dazu, bei Betonstahl zusaetzlich Sicherheitsschuhe, weil abgelaengte Stabenden gern vom Tisch rollen.

Fragen Sie beim Vermieter ab, welche Segmente, Matrizen und Anschlaege mitkommen. Eine hydraulische Rohrbiegemaschine ohne das passende Segment fuer Ihren Durchmesser ist auf der Baustelle wertlos. Bei Abkantbaenken brauchen Sie einen stabilen Untergrund oder den passenden Untergestellsatz, sonst wandert die Maschine beim Biegen.

Pruefen Sie die Maschine bei der Uebernahme auf Risse in der Biegewange und auf Oelspuren an den Hydraulikschlaeuchen. Beides notieren Sie im Uebergabeprotokoll, dann gibt es bei der Rueckgabe keine Diskussion.

Transport und Aufbau

Handbieger und kleine Abkantbaenke passen in jeden Kombi. Ab etwa 1,5 Metern Arbeitslaenge wird es sperrig: Eine motorische Abkantbank wiegt 150 bis 400 Kilo und kommt auf der Palette. Planen Sie dann Hubwagen oder Stapler am Abladeort ein, oder buchen Sie die Lieferung bis zur Verwendungsstelle gleich mit.

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Betonstahl-Biegemaschinen sind kompakter, aber kopflastig. Zu zweit tragen und nicht am Biegetisch anheben, sonst verzieht sich die Platte. Auf der Baustelle brauchen sie einen waagerechten, tragfaehigen Untergrund, damit der Winkelanschlag ueber die ganze Serie gleich bleibt.

Mieten oder kaufen

Ein Hand-Rohrbieger kostet neu 80 bis 250 Euro und rechnet sich ab etwa fuenf Einsaetzen. Eine hydraulische Rohrbiegemaschine liegt bei 600 bis 2.500 Euro, eine motorische Abkantbank bei 2.000 bis 8.000 Euro. Fuer ein Gelaender, eine Heizungsleitung oder die Bewehrung einer Bodenplatte lohnt der Kauf nicht.

Dazu kommt der Platz: Eine Abkantbank mit zwei Metern Arbeitslaenge belegt dauerhaft eine Wand in der Werkstatt. Wer zwei bis drei Projekte im Jahr hat, faehrt mit der Miete guenstiger und bekommt jedes Mal die Maschine, die zum Material passt, statt einen Kompromiss zu kaufen.

FAQ: Häufige Fragen

Was kostet eine Rohrbiegemaschine pro Tag?

Handgeräte 15 bis 30 Euro, hydraulische Maschinen 40 bis 90 Euro. Für eine Heizungsinstallation im Einfamilienhaus reicht ein Tag.

Kann ich Edelstahl mit einer gemieteten Maschine biegen?

Ja, mit hydraulischen Rohrbiegern und passenden Segmenten. Edelstahl braucht mehr Kraft und federt stärker zurück, deshalb ein Probestück biegen.

Welche Maschine für Bewehrungsbügel?

Eine Betonstahl-Biegemaschine mit Winkelanschlag. Sie schafft je nach Modell 12 bis 32 Millimeter Stabdurchmesser und liefert gleiche Bügel in Serie.

Brauche ich Strom oder Druckluft?

Handbieger und manuelle Abkantbänke nicht. Hydraulische und motorische Maschinen brauchen 230 Volt, große Betonstahlmaschinen teils 400 Volt.


Biegemaschine mieten ist für Heizungsbau, Metallarbeiten und Bewehrung die günstige Alternative zur Werkstatt. Mit 30 bis 150 Euro Miete und einem Probestück gelingt auch der erste Bogen sauber.

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