
Kehrmaschine mieten: Handgeführt, Aufsitz und Einsatzorte
Nach einem Umbau liegt Staub in der ganzen Halle, nach dem Winter ist der Hof voller Splitt, und nach dem Stadtfest sieht der Parkplatz aus wie nach einem Sturm. Von Hand ist das stundenlange Arbeit, mit einer Kehrmaschine eine Sache von Minuten pro hundert Quadratmetern.
Handgefuehrt, Aufsitz oder Anbau
Handgefuehrte Kehrmaschinen gibt es ohne Antrieb, rein ueber die Laufraeder, und mit Motor. Die mechanischen Modelle reichen fuer den Hof eines Einfamilienhauses und kosten wenig. Sobald Flaeche und Schmutzmenge steigen, lohnt die motorisierte Variante mit Kehrgutbehaelter und Seitenbesen.
Aufsitzkehrmaschinen fahren Sie wie einen kleinen Traktor. Sie sind ab etwa zweitausend Quadratmetern sinnvoll, also fuer Hallen, grosse Hoefe und Parkplaetze. Anbaukehrmaschinen werden an einen Radlader oder Hoflader gehaengt und sind die Loesung, wenn die Maschine ohnehin vor Ort ist.
Innen oder aussen
Fuer Hallenboeden brauchen Sie ein Geraet mit guter Staubbindung, also Filter und moeglichst Wassersprueheinrichtung. Ohne Filter wirbeln Sie den Feinstaub nur auf, und er setzt sich eine Stunde spaeter wieder ab. Elektrisch betriebene Maschinen sind innen klar im Vorteil, weil Verbrennungsmotoren Abgase in geschlossene Raeume bringen.
Draussen auf Splitt, Laub und groberem Schmutz zaehlt eher die Behaeltergroesse und die Robustheit der Buersten. Nasses Laub ist der haerteste Fall, dafuer braucht es eine krftige Walzenbuerste und haeufiges Entleeren.
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Buersten sind Verschleissteile
Die Walzenbuerste in der Mitte macht die Hauptarbeit, die Seitenbesen holen den Schmutz aus Ecken und von Bordsteinkanten. Kunststoffborsten eignen sich fuer glatte Boeden, Stahl- oder Mischborsten fuer rauen Asphalt und festgefahrenen Schmutz. Auf empfindlichen Boeden hinterlassen harte Borsten Kratzer, fragen Sie den Anbieter nach der Bestueckung.
Pruefen Sie bei der Uebergabe, ob die Borsten gleichmaessig abgenutzt sind. Eine einseitig verschlissene Walze kehrt nur auf einer Seite sauber und kostet Sie die doppelte Zeit.
Was die Miete kostet
Handgefuehrte Maschinen ohne Motor gibt es ab etwa 25 Euro am Tag. Motorisierte Handgeraete liegen bei 60 bis 110 Euro, Aufsitzkehrmaschinen bei 120 bis 250 Euro. Lieferung und Abholung kosten meist eine Pauschale, bei Aufsitzgeraeten ist sie oft noetig, weil die Maschinen schwer sind.
Rechnen Sie Zeit fuer das Entleeren ein. Ein Behaelter von sechzig Litern ist bei Splitt oder nassem Laub schnell voll, und das Entleeren braucht einen Platz, an dem das Kehrgut bleiben darf.
Flaeche vorbereiten
Raeumen Sie grobe Teile vorher weg: Aeste, Kartonagen, Schrauben, Steine ueber Faustgroesse. Eine Kehrmaschine ist fuer Schmutz gedacht, nicht fuer Sperrmuell, und harte Brocken beschaedigen Walze und Behaelterklappe.
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Arbeiten Sie in parallelen Bahnen mit leichter Ueberlappung und kehren Sie bei Hoefen von der Mitte nach aussen oder zu einer Sammelstelle hin. Bei nassem Untergrund warten Sie, wenn moeglich, bis die Flaeche abgetrocknet ist, denn nasser Staub verklebt die Buersten.
Wann sich die Miete besonders lohnt
Drei Anlaesse kommen am haeufigsten vor: die Fruehjahrsreinigung nach dem Winterdienst, wenn Splitt und Streugut weg muessen, die Endreinigung nach einem Bau- oder Umbauprojekt und die Reinigung nach Veranstaltungen. In allen drei Faellen steht der Aufwand in keinem Verhaeltnis zur Handarbeit, und die Maschine wird nur fuer einen Tag gebraucht.
Wer eine Flaeche regelmaessig reinigt, etwa monatlich, sollte dagegen rechnen: Ab etwa zwoelf Einsaetzen im Jahr naehert sich die Mietsumme dem Kaufpreis einer kleinen Maschine. Mehr dazu in unserem Beitrag Baumaschinen kaufen oder mieten.
Winterdienst und Splitt
Im Fruehjahr ist Splitt der haeufigste Grund fuer eine Kehrmaschine. Er liegt in Fugen, an Bordsteinkanten und in jeder Mulde, und von Hand ist eine Hofflaeche damit ein Tagewerk. Achten Sie hier auf einen stabilen Behaelter und auf eine Maschine, die grobes Material aufnimmt. Feiner Streusand verlangt zusaetzlich einen Filter, sonst staubt es.
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Wer die Flaeche ohnehin uebernimmt, sollte den Splitt nicht in die Kanalisation kehren. Das ist vielerorts untersagt und verstopft die Sinkkaesten. Kehren Sie ihn zusammen und entsorgen Sie ihn ueber den Wertstoffhof oder den Containerdienst.
Uebergabe und Rueckgabe
Lassen Sie sich Behaelter, Buerstenverstellung und bei Motorgeraeten den Tankinhalt zeigen. Pruefen Sie, ob die Maschine sauber uebergeben wird, und machen Sie zwei Fotos. Bei der Rueckgabe gilt fast ueberall: Behaelter leer, Buersten frei von Draehten und Schnueren. Wer eine volle Maschine zurueckbringt, zahlt eine Reinigungspauschale, die schnell den halben Tagessatz erreicht.
Kehrmaschinen auf miet24
Die Geraete stehen in der Kategorie Reinigungsgeraete, zusammen mit Scheuersaugmaschinen und Hochdruckreinigern. Wer nach dem Kehren noch nass reinigen will, fragt beides beim selben Anbieter an und spart die zweite Anfahrt.
Häufige Fragen
Welche Kehrmaschine fuer welche Flaeche?
Bis etwa 500 Quadratmeter genuegt eine handgefuehrte Maschine, ab rund 2000 Quadratmetern lohnt ein Aufsitzgeraet. Dazwischen entscheidet die Schmutzmenge.
Kann ich damit in der Halle arbeiten?
Ja, aber nur mit Filter und moeglichst elektrischem Antrieb. Verbrennungsmotoren gehoeren nicht in geschlossene Raeume, und ohne Filter wirbeln Sie den Staub nur auf.
Welche Borsten brauche ich?
Kunststoff fuer glatte und empfindliche Boeden, Stahl- oder Mischborsten fuer rauen Asphalt und festgefahrenen Schmutz. Auf Sichtbeton koennen harte Borsten Spuren hinterlassen.
Was kostet eine Kehrmaschine pro Tag?
Handgefuehrt ohne Motor ab 25 Euro, motorisiert 60 bis 110 Euro, Aufsitzgeraete 120 bis 250 Euro. Lieferung wird meist als Pauschale berechnet.