Langzeitmiete Kosten: Preise und Rechenbeispiele

Wer die Kosten der Langzeitmiete mit der eigenen Autorechnung vergleicht, stößt schnell auf ein Problem: Die Monatsrate eines Mietfahrzeugs ist eine einzige Zahl, die Kosten des eigenen Autos verteilen sich dagegen auf Versicherung, Steuer, Werkstatt, Reifen, Wertverlust und Zulassung. Erst wenn beide Seiten auf denselben Nenner gebracht werden, wird der Vergleich belastbar.

Dieser Artikel rechnet genau das durch. Sie erfahren, welche Positionen in einer typischen Rate stecken, welche Preisspannen für die gängigen Fahrzeugklassen realistisch sind, wie Laufzeit und Kilometerpaket den Preis verschieben und ab wann sich die Langzeitmiete gegenüber Leasing oder Kauf rechnet. Wir bei miet24 arbeiten mit Laufzeiten von 1 bis 48 Monaten, entsprechend unterschiedlich fallen die Raten aus.

Was in der Monatsrate enthalten ist

Die Langzeitmiete ist eine Miete mit Rundum-Paket, kein Finanzierungsvertrag. Der Anbieter bleibt Halter und Eigentümer des Fahrzeugs, trägt das Restwertrisiko und kalkuliert die laufenden Betriebskosten in die Rate ein. Für Sie bleibt im Wesentlichen der Kraftstoff oder Strom übrig.

Fixkosten, die mit der Rate abgedeckt sind

In einer marktüblichen Rate stecken Kfz-Haftpflicht und Vollkasko, Kfz-Steuer, Zulassung und Kennzeichen, Wartung und Verschleißreparaturen, Hauptuntersuchung sowie in aller Regel die Reifen inklusive saisonalem Wechsel. Rechnen Sie diese Positionen für ein eigenes Fahrzeug der Kompaktklasse zusammen, kommen Sie je nach Region und Schadenfreiheitsklasse auf grob 150 bis 250 Euro im Monat, bevor der Wertverlust überhaupt berücksichtigt ist. Der Gesamtverband der Versicherer weist für die Kfz-Versicherung im Mittel Jahresbeiträge im niedrigen dreistelligen Bereich für die Haftpflicht und einen deutlichen Aufschlag für Vollkasko aus (GDV, 2024). Welche Leistungen bei welchem Anbieter tatsächlich drin sind, haben wir im Detail unter welche Leistungen in der Langzeitmiete enthalten sind aufgeschlüsselt.

Was Sie zusätzlich zahlen

Nicht enthalten sind Kraftstoff und Ladestrom, Mautgebühren, Parkkosten, Bußgelder sowie Schäden im Rahmen der vereinbarten Selbstbeteiligung. Diese liegt im Markt meist zwischen 500 und 1.500 Euro je Schadenfall. Dazu kommt bei vielen Anbietern eine einmalige Bereitstellungs- oder Überführungspauschale, häufig im Bereich von 100 bis 500 Euro. Bei Mehrkilometern über dem gebuchten Paket wird nachberechnet, üblich sind 10 bis 35 Cent je Kilometer je nach Fahrzeugklasse.

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Preisspannen nach Fahrzeugklasse

Die folgende Übersicht zeigt typische Monatsraten für eine Laufzeit von 12 Monaten mit 1.000 Freikilometern pro Monat, jeweils inklusive Versicherung, Steuer, Wartung und Reifen. Die Werte sind Marktspannen und keine Angebotsgarantie, weil Verfügbarkeit, Ausstattung und Standort den Preis bewegen.

Fahrzeugklasse Monatsrate (12 Monate, 1.000 km/Monat) Typische Nutzung
Kleinwagen 350 bis 480 Euro Stadt, Zweitwagen, Pendeln unter 30 km
Kompaktklasse 450 bis 620 Euro Familienalltag, gemischte Strecken
Mittelklasse und Kombi 600 bis 850 Euro Außendienst, Langstrecke
Kompakt-SUV 550 bis 800 Euro Familie, Anhängerbetrieb
Elektro Kompakt 450 bis 700 Euro Pendler mit Lademöglichkeit
Transporter bis 3,5 t 600 bis 950 Euro Handwerk, Projektgeschäft, Umzug

Zur Einordnung: Der ADAC beziffert die Vollkosten eines Kompaktwagens bei 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung je nach Modell auf rund 550 bis 750 Euro im Monat, inklusive Wertverlust und Kraftstoff (ADAC Autokostenrechnung, 2025). Die Langzeitmiete liegt damit in derselben Größenordnung, verlagert aber das Restwertrisiko auf den Anbieter. Wer verschiedene Klassen nebeneinander sehen will, findet die aktuellen Fahrzeuge in der Langzeitmiete mit den jeweils hinterlegten Raten.

Wie Laufzeit und Kilometer den Preis bestimmen

Laufzeit

Kurze Laufzeiten sind teurer, weil sich Aufbereitung, Zulassung und Standzeiten auf wenige Monate verteilen. Zwischen einer Buchung über 3 Monate und einer über 24 Monate liegen bei gleichem Fahrzeug häufig 20 bis 35 Prozent Ratendifferenz. Ab etwa 12 Monaten flacht die Kurve ab, zwischen 24 und 48 Monaten bewegt sich der Preis nur noch wenig. Für Projektarbeit oder eine Überbrückung bis zur Neuwagenlieferung sind die kurzen Varianten trotzdem oft die günstigere Gesamtlösung, weil kein Kapital gebunden wird und keine Restlaufzeit übrig bleibt.

Kilometerpaket

Das Kilometerpaket ist der zweite große Preishebel. Der Sprung von 1.000 auf 2.000 Kilometer im Monat kostet je nach Klasse rund 60 bis 140 Euro zusätzlich. Wer sein Paket zu klein wählt, zahlt am Ende über die Mehrkilometerpauschale drauf, wer zu großzügig bucht, verschenkt jeden Monat Geld. Die durchschnittliche Jahresfahrleistung eines Pkw in Deutschland liegt bei etwa 13.000 Kilometern (Kraftfahrt-Bundesamt, 2024), also grob 1.100 Kilometern im Monat. Eine ehrliche Schätzung anhand Ihrer letzten Tankrechnungen oder Werkstattbelege ist meist genauer als das Bauchgefühl. Details zur Kalkulation stehen im Beitrag zum passenden Kilometerpaket.

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Langzeitmiete, Leasing oder Kauf im Kostenvergleich

Ein Leasingangebot mit 299 Euro im Monat sieht zunächst günstiger aus als eine Langzeitmiete mit 549 Euro. Der Vergleich stimmt aber erst, wenn Versicherung, Steuer, Wartung, Reifen und Anzahlung dazugerechnet und auf die Laufzeit umgelegt werden. In der Praxis schließt sich die Lücke dabei weitgehend, teilweise dreht sie sich um. Dazu kommt die Anzahlung: Leasingverträge verlangen häufig 10 bis 20 Prozent des Listenpreises im Voraus, die Langzeitmiete kommt in der Regel ohne aus.

Beim Kauf dominiert der Wertverlust. Ein Neuwagen verliert in den ersten drei Jahren typischerweise 40 bis 50 Prozent seines Neupreises, bei einem Fahrzeug für 35.000 Euro sind das rund 400 bis 480 Euro im Monat allein an Wertverlust. Der Kauf lohnt sich rechnerisch vor allem dann, wenn Sie das Fahrzeug lange fahren: Das Durchschnittsalter der Pkw in Deutschland liegt bei rund 10 Jahren (Kraftfahrt-Bundesamt, 2024), und über diesen Zeitraum verteilt sich der Wertverlust deutlich flacher. Wer alle drei bis vier Jahre wechselt, fährt mit Miete oder Leasing meist besser. Die gegenüberstellende Rechnung mit allen Positionen finden Sie unter Langzeitmiete im Vergleich zum Leasing.

Steuerliche Behandlung für Unternehmen und Selbstständige

Miete als Betriebsausgabe

Die Rate der Langzeitmiete ist bei betrieblicher Nutzung in voller Höhe als Betriebsausgabe abziehbar, ohne Aktivierung und ohne Abschreibungsplan. Vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen ziehen die 19 Prozent Umsatzsteuer aus der Rate. Das vereinfacht die Buchhaltung gegenüber einem Kauf, bei dem das Fahrzeug über sechs Jahre nach amtlicher AfA-Tabelle abgeschrieben wird.

Private Nutzung und 1-Prozent-Regel

Nutzen Mitarbeitende oder Sie selbst das Fahrzeug auch privat, gilt die übliche Bewertung nach § 6 Absatz 1 Nummer 4 EStG: monatlich 1 Prozent des inländischen Bruttolistenpreises zuzüglich 0,03 Prozent je Entfernungskilometer für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Für reine Elektrofahrzeuge reduziert sich der Ansatz auf 0,25 Prozent, sofern der Bruttolistenpreis die gesetzlich festgelegte Obergrenze nicht überschreitet; diese Grenze wurde vom Gesetzgeber mehrfach angehoben und sollte vor Vertragsabschluss aktuell geprüft werden. Alternativ bleibt das Fahrtenbuch. Reine E-Autos sind zudem bei Erstzulassung innerhalb der gesetzlichen Frist befristet von der Kfz-Steuer befreit (§ 3d KraftStG), was in einer Mietrate bereits eingepreist ist. Für Verbrenner mit Erstzulassung ab 2021 bleiben 95 Gramm CO2 je Kilometer steuerfrei, darüber steigt der Satz gestaffelt ab 2 Euro je Gramm (§ 9 KraftStG). Wie sich das auf konkrete Dienstwagenmodelle auswirkt, behandeln wir im Beitrag zum Firmenwagen aus der Langzeitmiete.

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Kostenpunkte, die im Kleingedruckten stehen

An drei Positionen scheitert die Rechnung am häufigsten. Erstens die Rückgabebewertung: Normale Gebrauchsspuren sind gedeckt, größere Schäden werden nach Gutachten abgerechnet. Ein Fahrzeugzustandsprotokoll bei Übergabe mit Fotos ist der beste Schutz. Zweitens die Selbstbeteiligung, die sich bei manchen Anbietern gegen Aufpreis auf 0 bis 300 Euro senken lässt. Drittens die Kündigungsmodalitäten, wenn sich Ihr Bedarf ändert; die üblichen Fristen und Sonderfälle beschreiben wir unter Kündigung der Langzeitmiete.

Ein Blick auf den Ladestrom lohnt bei Elektrofahrzeugen: Bei einem Verbrauch von 18 kWh je 100 Kilometer und einem Haushaltsstrompreis von etwa 39 Cent je Kilowattstunde (BDEW, 2025) kostet die Energie rund 7 Euro je 100 Kilometer, an öffentlichen Schnellladern mit 60 bis 79 Cent je kWh dagegen 11 bis 14 Euro. Bei 1.500 Kilometern im Monat macht das über 100 Euro Unterschied und verschiebt den Vergleich zwischen Elektro und Diesel spürbar.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Was kostet die Langzeitmiete eines Autos im Monat?

Je nach Fahrzeugklasse liegen die Raten bei 12 Monaten Laufzeit und 1.000 Freikilometern etwa zwischen 350 Euro für einen Kleinwagen und 950 Euro für einen Transporter. Enthalten sind dabei Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reifen und Zulassung. Hinzu kommen nur Kraftstoff oder Ladestrom sowie eine eventuelle Bereitstellungspauschale.

Ist die Langzeitmiete günstiger als Leasing?

Auf die reine Monatsrate gesehen ist Leasing meist günstiger, weil dort Versicherung, Steuer und Wartung fehlen. Rechnet man diese Positionen hinzu und berücksichtigt die übliche Leasing-Anzahlung, liegen beide Modelle über die Laufzeit oft dicht beieinander. Die Langzeitmiete punktet bei kurzer Bindung und planbaren Gesamtkosten, Leasing bei sehr langen Laufzeiten ab 36 Monaten.

Fällt bei der Langzeitmiete eine Anzahlung an?

In der Regel nicht. Üblich ist eine einmalige Bereitstellungs- oder Überführungspauschale zwischen 100 und 500 Euro, teilweise zusätzlich eine Kaution. Eine klassische Leasingsonderzahlung von mehreren Tausend Euro gibt es bei der Langzeitmiete nicht.

Wie wirken sich Mehrkilometer auf die Kosten aus?

Kilometer über dem gebuchten Paket werden je nach Fahrzeugklasse mit rund 10 bis 35 Cent abgerechnet. Bei 3.000 Mehrkilometern über die Laufzeit sind das 300 bis 1.050 Euro. Ein größeres Paket von Anfang an ist fast immer günstiger als die Nachberechnung.

Wie finde ich auf miet24.de heraus, was ein bestimmtes Fahrzeug kostet?

Wir bei miet24 führen rund 2.800 Fahrzeuge in der Langzeitmiete mit hinterlegten Raten und Laufzeiten von 1 bis 48 Monaten. Sie sehen die Konditionen direkt am Fahrzeug, inklusive Freikilometern und Inklusivleistungen. Da sich der Bestand laufend ändert, lohnt sich ein erneuter Blick, wenn Ihre Wunschklasse gerade nicht verfügbar ist.


Die Kosten der Langzeitmiete lassen sich in drei Schritten sauber prüfen: die eigene Jahresfahrleistung realistisch schätzen, die Vollkosten des aktuellen Fahrzeugs inklusive Wertverlust auf den Monat umrechnen und beides der Rate mit dem passenden Kilometerpaket gegenüberstellen. Wer alle zwei bis vier Jahre das Fahrzeug wechselt oder den Bedarf nur befristet hat, kommt bei dieser Rechnung meist auf ein klares Ergebnis. Einen Überblick über die derzeit verfügbaren Langzeitmiet-Fahrzeuge mit Raten, Laufzeiten und Inklusivleistungen finden Sie auf unserer Angebotsseite.