Mercedes G-Klasse Langzeitmiete: Kosten & Raten

Eine G-Klasse kostet neu zwischen rund 116.000 Euro für den G 450 d und über 200.000 Euro für den AMG G 63 (Mercedes-Benz Preisliste, 2025). Wer das Fahrzeug nicht kaufen, aber auch keinen Dreijahresvertrag unterschreiben will, landet bei der Mercedes G-Klasse Langzeitmiete. Sie zahlen eine feste Monatsrate, in der Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung und Reifen enthalten sind, fahren das Fahrzeug über eine vereinbarte Laufzeit von 1 bis 48 Monaten und geben es danach zurück.

Bei uns auf miet24.de kommen Anfragen zur G-Klasse meist aus zwei Richtungen: Unternehmen, die ein repräsentatives Fahrzeug für ein befristetes Mandat brauchen, und Privatkunden, die vor dem Kauf wissen wollen, ob ein 2,5 Tonnen schwerer Leiterrahmen-Geländewagen im Alltag wirklich passt. Dieser Artikel zeigt, was die Langzeitmiete je Modellvariante realistisch kostet, welche Positionen in der Rate stecken und wo das Modell sich von anderen SUV unterscheidet.

Warum die G-Klasse in der Langzeitmiete ein Sonderfall ist

Die Langzeitmiete ist ein Mietvertrag nach § 535 BGB und kein Finanzierungsprodukt. Der Vermieter bleibt Halter, trägt den Wertverlust und organisiert Versicherung, Steuer und Werkstatt. Beim Leasing binden Sie sich üblicherweise 24 bis 48 Monate, kümmern sich selbst um Versicherung und Wartung und stehen am Ende vor der Rückgabebewertung. Die Unterschiede im Detail stehen im Vergleich von Langzeitmiete und Leasing.

Bei der G-Klasse verschieben sich zwei Faktoren gegenüber anderen Oberklasse-SUV. Erstens ist das Fahrzeug wertstabil: Restwertlisten führen die G-Klasse seit Jahren unter den wertstärksten Modellen im deutschen Markt, Prognosen liegen nach drei Jahren je nach Quelle bei 60 bis 70 % des Listenpreises (Bähr & Fess Forecasts, 2024). Für den Vermieter senkt das die kalkulierte Abschreibung, für Sie fällt die Monatsrate im Verhältnis zum Neupreis moderater aus als bei einem vergleichbar teuren Coupé-SUV.

Verfügbarkeit ist die größere Hürde als der Preis

Zweitens ist der Bestand knapp. Das Kraftfahrt-Bundesamt weist die G-Klasse im Segment Geländewagen aus, die Neuzulassungen liegen bei einigen tausend Einheiten pro Jahr, bei rund 2,8 Millionen Pkw-Neuzulassungen in Deutschland insgesamt (KBA, 2024). Entsprechend wenige Fahrzeuge stecken in Mietflotten, und die vorhandenen sind meist über Monate gebunden. Anbieter wie Sixt, FINN oder ViveLaCar führen die G-Klasse ebenfalls nur sporadisch. Wer bei Farbe, Baujahr und Motorisierung flexibel bleibt, bekommt deutlich schneller ein Fahrzeug.

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Die Modellvarianten im Vergleich

Seit der Modellgeneration 2024 fahren alle Verbrenner mit 48-Volt-Mild-Hybrid, dazu kommt mit dem G 580 mit EQ Technology erstmals eine rein elektrische Variante. Leiterrahmen, permanenter Allradantrieb und drei Differenzialsperren sind über alle Varianten gleich, ebenso die 700 Millimeter Wattiefe und die Steigfähigkeit von bis zu 100 % (Mercedes-Benz, 2024). Die Unterschiede liegen bei Antrieb, laufenden Kosten und Mietrate.

Variante Bruttolistenpreis ab Verbrauch WLTP Kfz-Steuer pro Jahr Rate 12 Monate
G 450 d (367 PS) rund 116.000 Euro 9,0 bis 9,6 l Diesel rund 765 Euro 1.800 bis 2.350 Euro
G 500 (443 PS) rund 128.000 Euro 11,5 bis 12,2 l Benzin rund 730 Euro 1.950 bis 2.500 Euro
G 580 mit EQ Technology (587 PS) rund 152.000 Euro rund 30 kWh Strom Befreiung bis 2030 2.100 bis 2.700 Euro
AMG G 63 (585 PS) rund 200.000 Euro 14,4 bis 14,7 l Benzin rund 1.070 Euro 2.900 bis 3.800 Euro

Die Raten gelten für 1.500 Freikilometer im Monat inklusive Versicherung, Steuer und Wartung sowie 19 % Mehrwertsteuer. Bei einem Monat Laufzeit liegen sie etwa 25 bis 35 % höher, bei 24 Monaten rund 10 bis 15 % niedriger. Ausstattung, Baujahr und Standort verschieben die Werte zusätzlich. Welche Fahrzeuge und Raten gerade tatsächlich aufgerufen werden, sehen Sie bei den aktuellen Fahrzeugen in der Langzeitmiete.

Was in der Monatsrate steckt und was nicht

Enthalten sind üblicherweise Haftpflicht und Vollkasko, Kfz-Steuer, Wartung nach Herstellervorgabe, Verschleißteile, Hauptuntersuchung, Zulassung und der saisonale Reifenwechsel. Nicht enthalten sind Kraftstoff oder Ladestrom, Maut, Parkgebühren und Schäden bis zur Selbstbeteiligung. Die vollständige Aufteilung steht in der Übersicht dazu, was in der Langzeitmiete inklusive ist.

Der Posten, der bei Ihnen bleibt, ist bei der G-Klasse der größte Einzelblock nach der Rate selbst. Ein G 450 d verbraucht real etwa 10 Liter Diesel je 100 Kilometer. Bei einem Dieselpreis um 1,75 Euro je Liter (ADAC Kraftstoffpreise, 2025) sind das 17,50 Euro je 100 Kilometer, bei 1.500 Kilometern im Monat also rund 265 Euro. Beim AMG G 63 mit realen 15 bis 16 Litern Super Plus liegt derselbe Wert bei etwa 460 Euro.

Kilometerpaket realistisch wählen

Mehrkilometer werden in dieser Klasse mit etwa 0,40 bis 0,70 Euro je Kilometer abgerechnet, beim AMG auch darüber. Ein Beispiel: Sie buchen 1.500 Freikilometer und fahren 2.500. Bei 0,50 Euro sind das 500 Euro Nachzahlung im Monat, während das nächstgrößere Paket meist 150 bis 250 Euro kostet. Minderkilometer werden oft nicht oder nur anteilig erstattet. Ziehen Sie die tatsächliche Fahrleistung der letzten zwölf Monate heran, bevor Sie sich festlegen. Details stehen im Beitrag zum Kilometerpaket in der Langzeitmiete.

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Kaution, Selbstbeteiligung, Fahrerprofil

Bei einem Fahrzeugwert weit über 100.000 Euro prüfen Vermieter die Bonität und verlangen eine Kaution von ein bis zwei Monatsraten. Verbreitet sind ein Mindestalter von 25 bis 30 Jahren und ein Führerschein, der seit mindestens drei Jahren besteht, beim AMG G 63 teilweise strenger. Die Selbstbeteiligung liegt häufig zwischen 2.000 und 5.000 Euro und lässt sich gegen Aufpreis senken. Klären Sie vorab, ob Zusatzfahrer eingetragen werden können und ob Fahrten ins Ausland erlaubt sind.

Die G-Klasse als Firmenwagen

Für Unternehmen und Selbstständige ist die Langzeitmiete der buchhalterisch einfachste Weg zu einem Fahrzeug dieser Preisklasse. Die Miete ist laufender Betriebsaufwand, das Fahrzeug wird nicht bilanziert, und es entsteht keine langfristige Verbindlichkeit. Vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe machen die in der Rate enthaltenen 19 % Umsatzsteuer nach § 15 UStG geltend, soweit das Fahrzeug betrieblich genutzt wird. Aus einer Bruttorate von 2.142 Euro werden so 1.800 Euro netto. Weitere Konstellationen behandeln wir unter Firmenwagen in der Langzeitmiete.

1-%-Regel und der elektrische G 580

Bei privater Mitbenutzung gilt nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG die 1-%-Regel auf den Bruttolistenpreis, zuzüglich 0,03 % je Entfernungskilometer für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Bei einem G 450 d mit 120.000 Euro Bruttolistenpreis sind das 1.200 Euro geldwerter Vorteil im Monat, bei 20 Entfernungskilometern kommen 720 Euro hinzu. Beim AMG G 63 mit 210.000 Euro liegt allein der 1-%-Anteil bei 2.100 Euro. Bei hohem betrieblichem Anteil rechnet sich das Fahrtenbuch nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 3 EStG oft deutlich besser.

Für reine Elektrofahrzeuge halbiert sich die Bemessungsgrundlage auf 0,5 %. Auf 0,25 % sinkt sie nur unterhalb der gesetzlichen Bruttolistenpreisgrenze, die für Anschaffungen ab dem 1. Juli 2025 bei 100.000 Euro liegt. Der G 580 liegt darüber, für ihn gilt also der halbe Wert und nicht der Viertelwert. Bei 155.000 Euro Bruttolistenpreis sind das 775 Euro statt 1.550 Euro im Monat. Wie sich Elektromodelle sonst in der Miete rechnen, steht in der Übersicht zur Elektroauto-Langzeitmiete.

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Praktische Punkte vor der Unterschrift

Die G-Klasse ist 4,82 Meter lang, 1,98 Meter breit ohne Spiegel und knapp 2 Meter hoch. In Tiefgaragen mit 1,90 Meter Einfahrtshöhe wird es eng, mit Dachträger endet die Sache oft ganz. Der Kofferraum fasst rund 620 Liter, bei umgeklappter Rückbank etwa 1.900 Liter, wobei die seitlich öffnende Hecktür beim Rückwärtseinparken Platz braucht.

Das Gewicht ist der zweite Punkt. Der G 580 wiegt leer über 3.000 Kilogramm, das zulässige Gesamtgewicht reicht bis an die 3.500-Kilogramm-Grenze der Führerscheinklasse B nach § 6 FeV heran. Für den Winterbetrieb gilt § 2 Abs. 3a StVO: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Reifglätte müssen Reifen mit Alpine-Symbol montiert sein. In der Langzeitmiete gehört der saisonale Wechsel normalerweise dazu, ein Blick in den Vertrag ersetzt trotzdem die Annahme.

Ablauf und Verfügbarkeit bei miet24.de

Wir bündeln unsere Langzeitmietflotte mit rund 2.800 Fahrzeugen auf einer Angebotsseite. Dort sehen Sie, welches Fahrzeug gerade verfügbar ist, zu welcher Rate und mit welcher Laufzeit. Nach der Anfrage folgen Bonitätsprüfung und Vertrag, danach die Übergabe. Zwischen Anfrage und Schlüssel liegen je nach Standort wenige Tage bis rund drei Wochen. Ist gerade keine G-Klasse frei, kommen der Mercedes GLE, der Land Rover Defender oder der BMW X5 als Alternativen infrage, die in der Rate meist 400 bis 800 Euro niedriger liegen. Den tagesaktuellen Bestand zeigt das Langzeitmiete-Angebot von miet24.de.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie lange kann ich eine Mercedes G-Klasse in der Langzeitmiete fahren?

Die Laufzeiten reichen von einem Monat bis zu 48 Monaten. Bei der G-Klasse sind 6 bis 24 Monate am verbreitetsten, weil kürzere Buchungen bei diesem Fahrzeugwert überproportional teuer werden. Mit jeder Verdopplung der Laufzeit sinkt die Monatsrate um etwa 10 bis 15 %.

Ist die Versicherung bei einem Fahrzeug dieses Werts wirklich enthalten?

Ja, Haftpflicht und Vollkasko laufen über den Flottenvertrag des Vermieters und sind Teil der Rate. Die G-Klasse liegt in den oberen Typklassen des GDV-Typklassenverzeichnisses (2025), einzeln versichert wäre der Jahresbeitrag vierstellig. Achten Sie auf die Selbstbeteiligung, die hier meist zwischen 2.000 und 5.000 Euro liegt.

Brauche ich eine Anzahlung?

Eine Anzahlung wie beim Leasing gibt es in der Langzeitmiete nicht. Üblich ist eine Kaution von ein bis zwei Monatsraten, die nach schadenfreier Rückgabe zurückfließt. Manche Anbieter berechnen zusätzlich eine einmalige Bereitstellungspauschale von 300 bis 800 Euro.

Haben Sie die G-Klasse bei miet24.de dauerhaft im Bestand?

Unsere Langzeitmietflotte umfasst rund 2.800 Fahrzeuge über alle Marken hinweg, der Bestand wechselt laufend. Mercedes ist mit C-Klasse, E-Klasse, GLC und GLE durchgehend vertreten, die G-Klasse ist seltener und schneller vergeben. Den aktuellen Stand sehen Sie auf unserer Angebotsseite zur Langzeitmiete.

Lohnt sich der AMG G 63 in der Langzeitmiete gegenüber dem G 450 d?

Der G 63 kostet in der Miete rund 1.000 bis 1.500 Euro mehr im Monat, dazu etwa 200 Euro höhere Kraftstoffkosten bei 1.500 Kilometern. Fahrdynamisch und akustisch ist er ein anderes Fahrzeug, im Gelände und im Alltag nicht. Für Kunden, denen es um das Format und nicht um den V8 geht, ist der G 450 d die rechnerisch sinnvollere Wahl.


Mercedes G-Klasse Langzeitmiete ergibt vor allem dann Sinn, wenn der Bedarf zeitlich begrenzt ist, das Fahrzeug als Firmenwagen ohne Bilanzwirkung laufen soll oder Sie vor einem Kauf die Alltagstauglichkeit prüfen wollen. Klären Sie vor der Anfrage drei Zahlen: Ihre echte Fahrleistung der letzten zwölf Monate, den Zeitraum, über den Sie das Fahrzeug wirklich brauchen, und den Bruttolistenpreis für die Versteuerung. Damit lassen sich Laufzeit und Kilometerpaket in wenigen Minuten festlegen. Welche Modelle gerade bereitstehen, zeigen die verfügbaren Langzeitmiet-Fahrzeuge auf miet24.de.