Mobile Bühne mieten: Größe, Traglast und Aufbau

Eine Bühne hebt den Auftritt buchstäblich aus der Menge. Ob Live-Band auf dem Stadtfest, Preisverleihung im Firmenzelt oder Rednerpult beim Jubiläum: Ohne erhöhte Fläche sieht die Hälfte der Gäste nichts.

Der Markt bietet zwei Grundlösungen, und die Wahl zwischen ihnen hängt vor allem am Aufbauaufwand.

Podestbühne oder Mobilbühne

Die Podestbühne besteht aus einzelnen Elementen, meist 2 mal 1 Meter, die auf höhenverstellbaren Füßen zusammengesteckt werden. Sie ist flexibel in Form und Höhe, lässt sich in jeden Innenraum tragen und ist die günstigste Variante. Der Aufbau dauert bei 30 Quadratmetern mit drei Personen etwa zwei Stunden.

Die Mobilbühne auf Anhänger wird an den Platz gezogen und klappt hydraulisch zur fertigen Bühne mit Dach auf. In 30 bis 60 Minuten steht alles, inklusive Wetterschutz für Band und Technik. Für Freiluftveranstaltungen mit kurzem Zeitfenster ist das die praktische Lösung, kostet aber ein Mehrfaches.

Bühnenfläche bestimmen

Richtwerte nach Nutzung: Für Rednerpult und Moderation genügen 6 bis 12 Quadratmeter. Eine Band mit vier Musikern braucht 24 bis 32 Quadratmeter, also etwa 6 mal 5 Meter, damit Schlagzeug, Verstärker und Monitore Platz haben. Für Tanz- und Showacts rechnen Sie 40 Quadratmeter und mehr, weil Bewegungsfläche dazukommt.

Die Bühnenhöhe richtet sich am Publikum aus. Bei bestuhltem Publikum reichen 20 bis 40 Zentimeter. Steht das Publikum, brauchen Sie 60 bis 100 Zentimeter, damit die hinteren Reihen etwas sehen. Ab 60 Zentimetern Höhe sind Treppe mit Handlauf und eine Absturzsicherung an den offenen Seiten vorgeschrieben.

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Traglast und Statik

Übliche Podestsysteme tragen 500 bis 750 Kilogramm pro Quadratmeter. Das reicht für Personen und normale Instrumente. Kritisch wird es bei Punktlasten: Ein Flügel, ein schwerer Verstärkerturm oder eine Traverse mit Lichttechnik brauchen eine gesonderte Betrachtung und oft zusätzliche Stützen.

Für Bühnen im Freien und solche mit Dach oder Traversen gilt dasselbe wie für Zelte: Sie sind fliegende Bauten und brauchen Prüfbuch und Ausführungsgenehmigung, die der Vermieter beibringt. Ab bestimmten Größen und Besucherzahlen kommt eine Abnahme durch die Bauaufsicht dazu. Klären Sie das mindestens sechs Wochen vorher.

Der Untergrund muss tragfähig und möglichst eben sein. Auf Wiese werden Lastverteilplatten unter die Füße gelegt, sonst sinken sie ein und die Bühne verzieht sich.

Kosten und Zubehör

Podestbühnen werden meist nach Quadratmeter berechnet, typisch 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter und Wochenende. Eine Bühne von 6 mal 5 Metern kostet damit 240 bis 450 Euro. Treppe, Geländer und Bühnenverkleidung kommen mit 50 bis 150 Euro dazu.

Mobilbühnen auf Anhänger liegen je nach Größe bei 800 bis 2.500 Euro für ein Wochenende, inklusive Anlieferung und Aufbau durch den Vermieter. Rechnen Sie Anfahrtskosten ein, weil diese Fahrzeuge selten ortsnah verfügbar sind.

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Denken Sie an die Posten rundherum: Stromverteilung, Licht, Beschallung und bei Außenbühnen ein Dach. Ohne Wetterschutz steht bei Regen nicht nur die Band im Nassen, sondern auch die Technik, und das endet teuer.

Was auf die Bühne gehört

Planen Sie die Bühne gemeinsam mit der Technik, nicht danach. Eine Band braucht Platz für Monitore vor den Musikern, Stromverteilung an der Rückseite und Kabelwege, die niemand überläuft. Rechnen Sie zusätzlich 1,5 bis 2 Meter Tiefe hinter der eigentlichen Spielfläche für Verstärker und Cases.

Für Licht brauchen Sie entweder einen Traversenaufbau über der Bühne oder Stative links und rechts. Traversen gelten statisch als Teil des Aufbaus und müssen in Prüfbuch und Genehmigung erfasst sein. Stative sind einfacher, dafür stehen sie im Weg und müssen beschwert werden.

Treppen gehören nach Möglichkeit an die Rückseite oder seitlich, nicht nach vorn ins Publikum. Eine zweite Zugangstreppe ist bei Bühnen über 20 Quadratmetern sinnvoll, bei größeren Aufbauten mit Publikumsverkehr vorgeschrieben.

Außenbühnen und Wetter

Ohne Dach ist eine Außenbühne bei Regen nicht nutzbar, weil Strom und Wasser nicht zusammengehen. Ein Bühnendach kostet bei Podestsystemen 300 bis 900 Euro zusätzlich, bei der Mobilbühne auf Anhänger ist es eingebaut.

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Bei Dächern und Traversen kommt Wind ins Spiel. Dachplanen wirken wie Segel, weshalb Ballastierung und ein Windkonzept nötig sind. Der Vermieter gibt eine Grenzwindgeschwindigkeit vor, oberhalb derer die Planen geöffnet oder abgenommen werden. Benennen Sie eine verantwortliche Person, die diese Grenze während der Veranstaltung im Blick hat.

Legen Sie außerdem fest, wer die Veranstaltung abbricht und wie das Publikum informiert wird. Bei aufziehendem Gewitter zählen Minuten, und eine Entscheidung ohne vorher geklärte Zuständigkeit fällt zu spät.

Ein Bodenschutz unter der Bühne lohnt bei Rasenflächen. Ohne Lastverteilplatten hinterlassen die Füße Löcher, deren Instandsetzung der Platzbetreiber in Rechnung stellt.

Häufige Fragen

Wie groß muss eine Bühne für eine Band sein?

Für vier Musiker rechnen Sie 24 bis 32 Quadratmeter, also etwa 6 mal 5 Meter. Schlagzeug, Verstärker und Monitore brauchen mehr Platz, als die meisten zunächst annehmen.

Ab welcher Höhe brauche ich ein Geländer?

Ab 60 Zentimetern Bühnenhöhe sind Treppe mit Handlauf und eine Absturzsicherung an den offenen Seiten vorgeschrieben.

Was kostet eine mobile Bühne?

Podestbühnen liegen bei 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter und Wochenende, eine 6 mal 5 Meter Bühne also bei 240 bis 450 Euro. Mobilbühnen auf Anhänger kosten 800 bis 2.500 Euro inklusive Aufbau.

Braucht eine Bühne eine Genehmigung?

Bühnen im Freien und solche mit Dach oder Traversen gelten als fliegende Bauten mit Prüfbuch und Ausführungsgenehmigung. Ab bestimmten Größen kommt eine Abnahme durch die Bauaufsicht dazu.