Rasenwalze mieten: Rasen anlegen und ebnen wie ein Profi

Frisch gesäter Rasen keimt ungleichmäßig, wenn das Saatgut keinen Bodenschluss hat, und Rollrasen wächst schlecht an, wenn Hohlräume darunter bleiben. Beides löst dasselbe Gerät. Wer eine Rasenwalze mieten möchte, drückt die Fläche eben und schafft die Voraussetzung dafür, dass der Rasen gleichmäßig aufgeht.

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Wozu gewalzt wird

Nach der Ansaat sorgt die Walze dafür, dass die Samen Kontakt zum Boden bekommen. Ohne diesen Kontakt trocknen sie aus oder werden vom Regen weggeschwemmt, und die Fläche geht lückig auf.

Bei Rollrasen ist das Walzen Pflicht. Es drückt die Bahnen an, schließt Hohlräume unter der Grasnarbe und lässt die Stöße verwachsen. Wer darauf verzichtet, bekommt Kanten, die austrocknen und braun werden.

Der dritte Fall sind Frostschäden. Über den Winter hebt Frost den Boden an, im Frühjahr steht die Fläche uneben da. Eine Walzung im Frühjahr bei abgetrocknetem Boden gleicht das aus.

Nicht gewalzt wird dagegen ein etablierter Rasen ohne Anlass. Regelmäßiges Walzen verdichtet den Boden, und verdichteter Boden lässt weder Wasser noch Luft an die Wurzeln.

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Wie schwer die Walze sein sollte

Die meisten Geräte sind Hohlwalzen, die sich mit Wasser oder Sand füllen lassen. Leer wiegen sie wenig und lassen sich bequem transportieren, gefüllt bringen sie je nach Größe fünfzig bis über hundert Kilogramm auf die Fläche.

Für die Ansaat reicht eine leichte bis mittlere Füllung. Ziel ist Bodenschluss, nicht Verdichtung. Für Rollrasen darf es etwas mehr sein, damit die Bahnen sicher anliegen. Auf schweren, lehmigen Böden gehen Sie generell sparsamer vor als auf sandigen.

Ein einfacher Test: Nach dem Walzen sollte ein Fußabdruck auf der Fläche noch leicht sichtbar sein. Bleibt gar kein Abdruck zurück, war die Walze zu schwer oder der Boden zu feucht.

Der komplette Ablauf einer Neuanlage

Beim Anlegen einer neuen Fläche greifen mehrere Geräte ineinander, und die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis.

Zuerst muss die alte Grasnarbe weg. Das übernimmt eine Rasenschälmaschine, auch Grassodenschneider genannt. Sie trennt die Narbe samt Wurzelfilz flach vom Untergrund ab, sodass die Fläche frei ist. Ohne diesen Schritt kommt das alte Gras wieder durch. Wie das im Detail abläuft, steht im Beitrag zum Grassodenschneider.

Danach wird der Boden gelockert, meist mit einer Bodenfräse. Sie bricht die verdichtete Schicht auf und mischt Kompost oder Sand unter. Anschließend ziehen Sie die Fläche mit einem Rechen eben ab und entfernen Steine.

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Jetzt folgt die erste Walzung, um Setzungen sichtbar zu machen. Wo die Fläche nachgibt, füllen Sie auf und ziehen erneut ab. Dann wird gesät oder Rollrasen verlegt, und zum Schluss wird ein zweites Mal gewalzt.

Wässern Sie unmittelbar danach und halten Sie die Fläche in den ersten Wochen feucht.

Wann Sie nicht walzen sollten

Auf nassem Boden richtet die Walze Schaden an. Sie drückt die Poren zu, das Wasser steht, und die Wurzeln bekommen keine Luft. Warten Sie ab, bis die Fläche abgetrocknet ist und der Boden beim Betreten nicht mehr nachgibt.

Auch bei sehr schweren, tonigen Böden ist Zurückhaltung angebracht. Dort reicht oft schon das Abziehen mit dem Rechen, und die Walze bleibt in der Garage.

Was die Miete kostet

Auf miet24.de liegen Rasenwalzen aktuell zwischen etwa 14 und 20 Euro pro Tag. Das ist eines der günstigsten Geräte im Gartenbereich, und für eine einmalige Neuanlage lohnt der Kauf in aller Regel nicht.

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Beachten Sie beim Transport, dass die Walze leer transportiert und erst vor Ort befüllt wird. Leer passt sie meist in einen Kombi, gefüllt bewegt sie niemand mehr allein. Wasser zum Befüllen sollte am Einsatzort verfügbar sein.

So führen Sie die Walze

Arbeiten Sie in geraden Bahnen und überlappen Sie jede Bahn um etwa eine Handbreit, damit keine Streifen stehen bleiben. Ziehen Sie die Walze, statt sie zu schieben, dann laufen Sie nicht über die frisch gewalzte Fläche.

Bei Rollrasen walzen Sie quer zur Verlegerichtung der Bahnen. Das drückt die Stöße zusammen und verhindert, dass sich Kanten aufstellen. Einmal über die Fläche genügt, mehrfaches Walzen bringt keinen zusätzlichen Nutzen und verdichtet nur.

Häufige Fragen

Wann sollte man den Rasen walzen?

Direkt nach der Ansaat, nach dem Verlegen von Rollrasen und im Frühjahr zum Ausgleich von Frostschäden. Der Boden sollte dabei abgetrocknet sein. Auf einem etablierten Rasen ohne Anlass ist Walzen nicht sinnvoll, weil es den Boden verdichtet.

Wie schwer muss eine Rasenwalze sein?

Die üblichen Hohlwalzen werden mit Wasser oder Sand befüllt und erreichen je nach Größe fünfzig bis über hundert Kilogramm. Für die Ansaat genügt eine leichte bis mittlere Füllung, für Rollrasen darf es etwas mehr sein. Auf schweren Böden füllen Sie sparsamer.

Was ist der Unterschied zwischen Rasenschälmaschine und Grassodenschneider?

Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Gerät. Es trennt die Grasnarbe samt Wurzelfilz flach vom Untergrund ab, sodass die Fläche für eine Neuanlage frei ist. Die Rasenwalze kommt danach zum Einsatz, nicht davor.

Was kostet eine Rasenwalze pro Tag?

Auf miet24.de liegen die Tagesmieten aktuell zwischen etwa 14 und 20 Euro. Damit gehört die Walze zu den günstigsten Gartengeräten, und für eine einmalige Neuanlage ist die Miete deutlich wirtschaftlicher als der Kauf.

Wer die Reihenfolge einhält und den Boden vorher abtrocknen lässt, bekommt eine ebene Fläche, auf der die Saat gleichmäßig aufgeht. Vergleichen Sie Anbieter in Ihrer Nähe, wenn Sie eine Rasenwalze mieten möchten.